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Bundestagsabgeordneter Gunther Krichbaum (Zweiter von links) lässt sich beim Autozentrum Walter die Vorzüge eines Wasserstoffantriebs erläutern. Von links: Markus Walter, Felix Walter und André Marschall Foto: Meyer
Bundestagsabgeordneter Gunther Krichbaum (Zweiter von links) lässt sich beim Autozentrum Walter die Vorzüge eines Wasserstoffantriebs erläutern. Von links: Markus Walter, Felix Walter und André Marschall Foto: Meyer
03.05.2019

Autohaus Walter drückt aufs e-Pedal

Pforzheim. Ein Blick nach China reicht, um zu sehen, was in Zukunft auch deutsche Straßen dominieren wird: alternative Antriebsformen wie Elektroautos, Hybridantrieb oder Brennstoffzellen. Die Regierung in Peking ist unlängst dazu übergegangen, Neuzulassungen für Autos mit Verbrennungsmotor zu verlosen oder gar teuer zu verkaufen.

So möchte das Reich der Mitte den Umstieg auf Elektroautos beschleunigen. Diese Strategie geht teilweise auf: Schon heute ist China zahlreichen Studien zufolge der mit Abstand größte Markt für neue Energiefahrzeuge. „Wenn sie neue Energieformen etablieren wollen, dann muss man mit staatlichen Anreizen kommen“, sagt der Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum (CDU) bei der Besichtigung des Autozentrums Walter im Pforzheimer Norden am Donnerstag. „China drückt da gewaltig aufs E-Pedal.“ Doch auch Bund und Länder treiben die Elektrifizierung in Deutschland voran, sagt Krichbaum. Und zwar mit Investitionen in die Infrastruktur. In Pforzheim finden sich bereits ein gutes Dutzend Ladesäulen, eine befindet sich auf dem Areal des Autohauses Walter. Bundesweit gibt es laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft rund 17 400. E-Tankstellen. Auch ein Kaufanreizprogramm gehöre zur Strategie, um bis 2030 das Klimaziel zu erreichen, erklärt Krichbaum.

Einer der „Trendsetter“, die die Zukunftsfähigkeit von alternativen Antriebsformen in der Goldstadt erkannt haben, sei das Autohaus Walter. „Im Verkauf haben sie die Nase klar vorne“, so der Politiker.

„Wir machen nicht nur Probefahrten. Wir halten auch Vorträge. Und demnächst sind wir auf dem Mobilitätstag in Mühlacker“, sagt Geschäftsführer Markus Walter. Denn allzu oft fehle es an Mut. „Wir sehen, dass unsere Interessenten eher traditionell eingestellt sind.“ Auch André Marschall, Niederlassungsleiter des Autohauses Walter im Brötzinger Tal und Spezialist für Hyundai, wünscht sich mehr Offenheit – gerade beim Thema Wasserstoff. „Viele sind mit Scheuklappen unterwegs.“

Bei Kunden überwiege auch die Reichweitenangst, ergänzt Felix Walter. Viele Elektroautos hätten aber inzwischen Reichweiten von über 300 Kilometer und über 700 mit der Brennstoffzelle. „Viele wissen auch nicht, dass man mit einem E-Auto weitaus günstiger fährt“, so Felix Walter. Denn die Wartung sei deutlich günstiger als bei Verbrennungsmotoren durch deutlich weniger Verschleiß. Und die Batterien hätten eine Garantie von acht Jahren. Auch die Verbesserung der Dienstwagenbesteuerung auf 0,5 statt ein Prozent, die sowohl für PlugIn als auch für vollelektrische Fahrzeuge gilt, sei dabei ein wichtiges Verkaufsargument, sagt Markus Walter.

Für junge Menschen ist das Autohaus attraktiv: 14 Auszubildende führt der Betrieb. „Die Richtigen zu finden, ist eine Herausforderung.“ Aber: „Die abwechslungsreichen Betätigungsfelder überzeugen“, so Markus Walter.