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Johannes Buerkle ist Senior Manager Investor Relations bei SAP. Foto: Frommer
Johannes Buerkle ist Senior Manager Investor Relations bei SAP. Foto: Frommer
Andrea Wentscher ist seit 2001 im Investor Relations-Team der BASF. Foto: Frommer
Andrea Wentscher ist seit 2001 im Investor Relations-Team der BASF. Foto: Frommer
11.05.2018

BASF und SAP präsentieren sich in der Goldstadt

Pforzheim. Präsentationen von zwei unterschiedlich strukturierten Unternehmen: Auf Initiative der Volksbank und der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) erläuterten am Dienstagabend die Referenten Andrea Wentscher und Johannes Buerkle Kennzahlen und Zielsetzungen der in Baden-Württemberg beheimateten Global Player BASF und SAP.

In seiner Anmoderation ging Andreas Schmidt (Vorstand SdK) zunächst auf die weltpolitische Lage ein: „Schwierige Zeiten für Anleger“, konstatierte er mit Blick auf die „unvorhersehbare Situation zwischen Trump und Iran“. Schmidt erläuterte kurz die Zielsetzung der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger, die als ehrenamtlicher Verein nicht gewinngetrieben arbeite – und knapp 5000 Mitglieder zähle. „Nur, was in einer großen Industrieanlage produziert werden kann“, führte Andrea Wentscher (BASF) im Rahmen ihres bildgestützten Impulsvortrags aus, „ist so kostengünstig, dass es allen zur Verfügung gestellt werden kann“.

Die Badische Anilin- und Soda Fabrik (BASF) wurde 1865 gegründet und machte 2017 einen Umsatz von 64,5 Milliarden Euro( (plus zwölf Prozent). 115.000 Mitarbeiter, davon 50 Prozent in Deutschland, arbeiten an rund 350 Standorten weltweit. 28 Prozent der BASF-Aktien halten deutsche Privatanleger. Wichtig: der Erwerb von Vermögenswerten der Bayer AG (Monsanto-Deal) und des Polyamid-Geschäfts der Solvay GmbH. Im zweiten Halbjahr 2018 soll die Zusammenlegung der Öl- und Gas-Tochtergesellschaft von Letter One (DEA) mit der BASF abgeschlossen werden.

Die zweite Unternehmenspräsentation des Abend bestritt Johannes Buerkle für SAP (ursprünglich: Systeme, Anwendungen und Produkte in der Datenverarbeitung). Er machte deutlich: SAP entwickelt Lösungen, optimiert diese, wobei extrem beschleunigte Zyklen immer kurzfristiger einen permanenten Verbesserungszyklus erfordern. Das Credo seines Unternehmens brachte der Senior Manager Investor Relations so auf den Punkt: „Unser Ziel ist es, die Abläufe der weltweiten Wirtschaft und das Leben der Menschen zu verbessern.“

Besser als der Markt

SAP wurde 1972 gegründet und beschäftigt weltweit 88.500 Mitarbeiter, darunter 25 Prozent Frauen in Führungspositionen. Der Cashflow betrug 2017 rund fünf Milliarden Euro (plus neun Prozent). Die Eigenkapitalquote lag bei 60 Prozent. Gut 40 Prozent des Nettogewinns von vier Milliarden Euro werden ausgeschüttet. „Wir sind das Rückgrat riesiger Unternehmen“, betont Buerkle. Sein selbstbewusstes Fazit zu den 2017er-Ergebnissen lautete: „Wir waren besser als der Markt und unsere Systemtechnologie begründet unser Wachstum.“