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Eine optimistische Prognose gibt es für die Maschinenbauer. Foto: Kästle
Eine optimistische Prognose gibt es für die Maschinenbauer. Foto: Kästle
20.12.2016

Baden-Württemberg stärker als andere Länder vom Export abhängig – Maschinenbauer für 2017 zuversichtlich

Stuttgart. Das Wirtschaftswachstum im Südwesten dürfte 2017 an Fahrt aufnehmen. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte im kommenden Jahr um 1,75 Prozent zulegen, wie das Statistische Landesamt gestern mitteilte. Für 2016 erwarten die Statistiker ein Wachstum von 1,5 Prozent. Im Sommer hatten sie ihre Prognose noch gekappt. Inzwischen zeigten aber die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe nach oben, Dienstleistungen und Bau blieben als wichtige Wachstumsstütze erhalten. „Daher rechnen wir mit einem Anziehen der Konjunktur zum Jahreswechsel 2016/17“, sagte die Präsidentin des Statistischen Landesamtes, Carmina Brenner.

Vom Ausgang der Wahlen in den USA und im Vereinigten Königreich dürften für den Südwesten 2017 Impulse ausgehen, hieß es weiter. In beiden Ländern solle die Fiskalpolitik eine stärkere Rolle spielen. Investitionen in die Infrastruktur seien geplant. Solche Geldpakete könnten auch der Südwest-Wirtschaft nützen. Damit liegt die Prognose für 2017 über der bundesweiten Vorhersage. Für Deutschland rechnet der Sachverständigenrat mit einer Zuwachsrate des realen Bruttoinlandsprodukts von 1,3 Prozent. Für 2016 rechnete er deutschlandweit bislang mit einem Plus von 1,9 Prozent. Baden-Württemberg ist allerdings stärker als die gesamte Wirtschaft abhängig von Exporten. Das im Südwesten für 2016 erwartete Wachstum von nur 1,5 Prozent liegt den Statistikern zufolge auch an zurückgegangenen Ausfuhren in die USA. Das Wirtschaftsministerium war zuletzt noch von einem Plus von 1,8 Prozent ausgegangen.

Die Prognose bestätigt auch die optimistische Sichtweise der Maschinenbauer. „Insbesondere in den Schwellenländern erhoffen wir uns mehr Investitionsbereitschaft, nicht zuletzt aufgrund zuletzt gestiegener Rohstoffpreise“, sagte der Geschäftsführer des Branchenverbands VDMA, Dietrich Birk, „Alles in allem rechnen wir mit einem moderaten Wachstum.“