Bader plant Erweiterung

Pforzheimer Versandhaus expandiert in Östringen. Auch Klingel Gruppe meldet in der Goldstadt glänzende Geschäfte.

Frohe Botschaft aus dem Versandhandel – die Kunden bestellen weiterhin in großem Umfang. Nicht nur der (nach Amazon) zweitgrößte Online-Händler in Deutschland – Otto – rechnet im Weihnachtsgeschäft trotz weltweiter Logistikprobleme kaum mit Lieferengpässen (die PZ berichtete). Auch die Pforzheimer Versandhändler sind zuversichtlich, wie eine Anfrage der PZ ergab – die Geschäfte laufen demnach glänzend.

„Wir sind frühzeitig ins Risiko gegangen und haben unsere Warenbestellungen zum Saisonstart um 20 Millionen Euro erhöht. Unsere Lager sind ausreichend gefüllt“, sagte Colin Bader, Geschäftsführer des gleichnamigen Versandhauses. „Wir haben eine hervorragende Lieferbereitschaft, wodurch wir unseren Kunden günstigere Preise bieten können.“ Und Bader geht noch weiter: „Wir geben Preisgarantie bis weit ins nächste Jahr. Wir erleben eine nachhaltig positive Nachfrage, welche auch in richtigen Entscheidungen begründet ist.“

Das 1929 gegründete Familienunternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern plant aktuell eine 20-prozentige Erweiterung des Versandzentrums in Östringen. Der Auftrag wurde gerade erteilt. „Durch die Leistungsfähigkeit dieses hochmodernen Versandzentrums haben wir zusätzliche Kostenvorteile gewonnen“, betont Bader. Das Bader-Logistikzentrum, das erst 2018 in Betrieb ging, gilt als modernstes Versandzentrum Europas. Leider steht das Bauwerk nicht in der Goldstadt, sondern in Östringen im Landkreis Karlsruhe. Herzstück ist ein vollautomatisches Shuttle- und Hochregallager. Die Ware kommt aus dem Lager direkt an den Arbeitsplatz der Mitarbeiter, welche die Ware konfektionieren.

Klingel-Chef zufrieden

Auch beim Pforzheimer Klingel-Versand läuft es derzeit rund. „Wir verzeichnen in der Tat mehr Aufträge bedingt durch Corona“, erläutert CEO Sven Axel Groos auf PZ-Anfrage. Und auch das Weihnachtsgeschäft entwickelt sich erfreulich. „Trotz der aktuellen coronabedingten Produktions- und Liefersituation auf den Weltmärkten werden wir lieferfähig bleiben können. Hier haben wir bereits im Laufe des Jahres gute Vorarbeit geleistet.“ Die komplette Mannschaft der Klingel-Gruppe sei gut aufgestellt, man könne die erhöhte Nachfrage mit vorhandenen Kapazitäten abdecken“, so der Klingel-Chef.