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Baselworld 2013 wird als qualitativer Quantensprung angepriesen © Ketterl
12.03.2012

Baselworld 2013 wird als qualitativer Quantensprung angepriesen

Basel. Eine Messe zum Schnäppchenpreis sei die Baselworld noch nie gewesen, das liege auch nicht in der Absicht der Schweizer Messemacher, erklärte Kommunikationsdirektor Bernard Keller (Basel) im PZ-Gespräch.

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Zur Aufregung einiger Aussteller im Zusammenhang mit der Umstrukturierung (die PZ berichtete) und zur damit verbundenen Preiserhöhung der Stand-Mieten von rund 20 Prozent sagt Keller: „Wir nehmen die Kritik sehr ernst.“ Er macht aber auch klar: „Die Gegenleistung ist entsprechend hoch. Es wird ein Quantensprung der Qualität.“ Bekanntlich baut die Messegesellschaft derzeit die Veranstaltungsarena in Basel mit einem Investitionsvolumen von knapp 430 Millionen Schweizer Franken (rund 356 Millionen Euro) um.

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Der Kommunikationschef weist im Übrigen darauf hin, dass die Messegesellschaft in den vergangenen Jahren nicht an der Preisschraube gedreht habe. Für Keller ist klar: Die Baselworld 2013 wird „ein ganz neues Produkt.“ Und deshalb ist er der Ansicht: „Die Gegenleistung rechtfertigt den Preis“. Keller versprach den Ausstellern: „Sie werden sich in Zukunft noch besser als bisher präsentieren können.“

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Indes nährte die Neue Zürcher Zeitung mit einer Veröffentlichung dieser Tage die Vorhaltungen einiger Schmuckunternehmer aus Pforzheim und dem Enzkreis, wonach in Basel vor allem die Zeitmesser dominierten. Da heißt es: Der Fokus des Interesses liege auf den Uhren. Dazu erklärt Keller: „Dies ist nicht unser Ziel. Es ist gerade die Vielfalt die wir für eine Luxusgüter-Messe wie der Baselworld anstreben. Und zu dieser Vielfalt gehört eindeutig der Schmuck.“

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Das Messemanagement führt derzeit Gespräche mit den Vertretern der Schmuck- und Uhrenfirmen. Dass bisher noch nicht mit allen Beteiligten gesprochen worden sei, habe mit der langen Liste zu tun, die es abzuarbeiten gelte. „Wir werden noch bis in den Sommer hinein Gespräche führen.“ Zur Kritik, wonach die neue Baselworld von 160 000 auf 141 000 Quadratmeter Ausstellungsfläche reduziert werde und deshalb einige Firmen nicht mehr als Aussteller zum Zug kommen könnten, wiesen die Basler bereits gegenüber dem Bundesverband Schmuck und Uhren (Pforzheim) darauf hin, dass sich stattdessen „der Anteil für mehrstöckige Standbauten von 45 000 Quadratmeter auf 83 000 Quadratmeter erhöht“.

Einige Firmensprecher betonten gegenüber der PZ, dass ihr neuer Vertragsabschluss ab 2013 weniger Standfläche vorsieht: „Auch so kann man die geringere Fläche kompensieren“, meinte ein Pforzheimer Schmuckhersteller. Er muss sich angesichts der höheren Standgebühren verschiedene Einsparmaßnahmen überlegen. Eine davon: „Wir werden mit unserer Mannschaft künftig vom Hotel in eine preiswerte Pension fernab von Basel wechseln.“