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In naher Zukunft werden wohl etliche Ryanair-Maschinen wegen Pilotenstreiks am Boden bleiben. Foto: dpa/Arnold
In naher Zukunft werden wohl etliche Ryanair-Maschinen wegen Pilotenstreiks am Boden bleiben. Foto: dpa/Arnold © dpa
31.07.2018

Bei Ryanair stehen die Zeichen auf Streik

Frankfurt/Dublin. Passagiere des Billigfliegers Ryanair müssen sich auf weitere Streiks in diesem Sommer einrichten. Bei einer am Montag beendeten Urabstimmung stimmten die in Deutschland stationierten Piloten zu 96 Prozent für einen Arbeitskampf, wie die die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit in Frankfurt mitteilte.

Es geht um höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen bei Europas größtem Billigflieger.

Ein genauer Termin für einen ersten Streik wurde nicht mitgeteilt. Die VC will die einzelnen Maßnahmen mit einem Vorlauf von 24 Stunden bekanntgeben. Dem Unternehmen setzte sie eine Frist bis zum 6. August, um ein „verhandlungsfähiges Angebot“ vorzulegen. Am 8. August will die Gewerkschaft ihr weiteres Vorgehen öffentlich erläutern. Das Unternehmen äußerte sich nicht.

VC-Tarifexperte Ingolf Schumacher kritisierte die Airline scharf. „Ryanair hat in den Verhandlungen seit Januar dieses Jahres auf Zeit gespielt. Wenn nun auch das Signal der Urabstimmung nicht ernst genommen wird, sind Streiks – wie auch in anderen europäischen Ländern – unvermeidlich. Wir fordern Ryanair auf, endlich den Geisterfahrerkurs gegen alle Gewerkschaften des Cockpit- und Kabinenpersonals bei Ryanair in ganz Europa zu beenden“, sagte er einer Mitteilung zufolge.

Die Fluglinie sieht sich seit Wochen den Streiks verschiedener Gewerkschaften in unterschiedlichen Märkten ausgesetzt. Mehrere Hundert Flüge mit zusammen mehr als 100 000 Passagieren wurden bereits abgesagt.