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28.07.2017

Bierabsatz: Regionale Bierbrauer sind zufrieden

Nach einigen stabilen Jahren müssen die großen Brauereien eine Durststrecke bewältigen. Im ersten Halbjahr ging der Bierabsatz nämlich um 2,1 Prozent auf 46,8 Millionen Hektoliter zurück, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden berichtete.

Im Gegensatz zu früheren Jahren schwächelt nun auch der Export in die EU (minus 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und nach Übersee (minus 7,3 Prozent). Der Deutsche Brauerbund macht dafür auch gestiegene Transportkosten wegen begrenzter Container-Kapazitäten verantwortlich. Etwas gestiegen ist der Absatz von Bier-Mixgetränken auf 2,1 Millionen Hektoliter. Was der Branche fehlt ist ein großes Fußballturner, das den Absatz im Inland ankurbelt. Anders sieht es bei den regionalen Unternehmen aus: „Bei uns im Brauhaus Pforzheim läuft es nicht nur zufriedenstellend, sondern der Absatz entwickelt sich sehr positiv“, erklärt Johannes Schweizer auf Anfrage der PZ. „Dasselbe können wir auch über unsere Schwesterbrauereien in Eppingen und Rastatt sagen.“ Das Goldstadt-Jubiläum sei zwar eine tolle Sache, aber hinsichtlich des Bierabsatzes habe es keine signifikante Bedeutung.

Auch Michael Ketterer von der Privatbrauerei Ketterer sieht keinen Negativtrend: „Der Winter ist immer schwierig, aber das Frühjahr war bombastisch.“ Und: „Das Mischbier ist bisher gut gelaufen.“ Eine Großveranstaltung wie WM oder EM spiele für ihn als Lokalbrauer eigentlich keine Rolle.