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Im Trend: Bio-Kost. Foto: dpa
Im Trend: Bio-Kost. Foto: dpa
05.02.2016

Bio-Lebensmittel haben ihr Nischendasein längst verlassen

Ob Bio-Tee aus der Acerola-Kirsche oder Öko-Lupinen-Aufstrich – die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln hat im vergangenen Jahr weiter zugelegt. Und auch die Naturkostläden haben davon trotz wachsender Bio-Ecken in Supermarkten kräftig profitiert.

Die einstigen „Müsli-Läden“, manche längst selbst kleine Supermärkte, haben 2015 ihren Umsatz um 11,4 Prozent gesteigert – und damit ähnlich stark wie in den Vorjahren. „Der Fachhandel hat damit erstmals die Drei-Milliarden-Marke geknackt“, berichtete die Geschäftsführerin des Bundesverbandes Naturkost Naturwaren, Elke Röder, am Donnerstag in Nürnberg im Vorfeld der Naturkostmesse Biofach (10. bis 13. Februar).

Ein Teil des Wachstums gehe allerdings auf das Konto von Neueröffnungen. „Aber auch bestehende Läden legen zu. Sie profitieren von Neukunden oder davon, dass Stammkunden heute zu mehr Bioprodukten greifen als früher“, sagte Röder. Die Zahl der Geschäfte sei im vergangenen Jahr weitgehend stabil geblieben: Den 84 Schließungen hatten im Vorjahr lediglich 93 Neueröffnungen gegenübergestanden. Dabei gehe allerdings der Trend zu immer größeren Bio-Läden. „Heute eröffnet kaum noch ein Laden unter 100 Quadratmetern Verkaufsfläche“, so Röder. Gelassen sieht die Verbands-Geschäftsführerin das wachsende Bio-Sortiment klassischer Supermärkte und der Discounter. Viele Bio-Ladenbetreiber reagierten darauf mit einer stärkeren Spezialisierung. Manche verbesserten ihr Weinangebot, andere böten in einem angegliederten Bistro Bio-Imbisse an oder eröffneten eine Frischfleischtheke. Die inhabergeführten Naturkostläden werde es auch in Zukunft geben. Neuester Trend bei Naturkost: Bio-Lebensmittel aus der Lupinen-Pflanze. Neue Züchtungen hätten es ermöglicht, die bislang ungenießbare und allein als Bodenverbesserer angebaute Hülsenfrucht zu Brotaufstrichen oder Speiseeis zu verarbeiten.