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Drei Chefs am Spültisch (von links): Rüdiger Boehle, Achim Schreiber und Wolfgang Schneider. Foto: Keller
Drei Chefs am Spültisch (von links): Rüdiger Boehle, Achim Schreiber und Wolfgang Schneider. Foto: Keller
17.05.2017

Blanco glänzt nicht nur beim Spülen: Oberderdinger Firma steigert den Umsatz

Oberderdingen. Der Spülen- und Armaturenspezialist Blanco hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr um drei Prozent auf 361 Millionen Euro gesteigert. Das Unternehmen aus Oberderdingen hat nach eigenen Angaben dabei gut verdient – ohne freilich Angaben zur Höhe des Gewinns zu machen. Auch im laufenden Jahr erwartet Blanco-Chef Achim Schreiber wieder gute Geschäfte mit hochwertigen Spülen und glänzenden Küchenarmaturen.

Der Spülen- und Armaturenspezialist Blanco hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr um drei Prozent auf 361 Millionen Euro gesteigert. Das Unternehmen aus Oberderdingen hat nach eigenen Angaben dabei gut verdient – ohne freilich Angaben zur Höhe des Gewinns zu machen. Auch im laufenden Jahr erwartet Blanco-Chef Achim Schreiber wieder gute Geschäfte mit hochwertigen Spülen und glänzenden Küchenarmaturen. Die Belegschaft stieg weltweit leicht auf 1420 Mitarbeiter, davon arbeiteten 1050 an deutschen Standorten in Oberderdingen, Sulzfeld, Sinsheim und Bruchsal, wohin in den vergangenen drei Jahren auch der Löwenanteil der 70 Millionen Euro Investitionen in moderne Produktionsanlagen und Logistik floss.

Mit Spülen aus Silgranit PuraDur gelang es dem Weltmarktführer im Bereich Verbundwerkstoffspülen, seine Spitzenposition auszubauen. „Der Trend geht eindeutig zu farbigen Spülen.“ Allerdings liege der Anteil von Edelstahlprodukten nach wie vor bei 50 Prozent. In Deutschland ist die Unternehmensgruppe seit mehr als 15 Jahren Marktführer bei Armaturen und konnte ihren deutlichen Vorsprung vergrößern.

Ein wesentlicher Wachstumsträger war der deutsche Markt, in dem Blanco in allen drei Geschäftsfeldern Spülen, Armaturen und Abfallsysteme zulegte. Die Erlöse stiegen um sechs Prozent auf 128 Millionen Euro. Zwei Drittel des Umsatzes macht Blanco allerdings im Ausland. „Besonders in Asien läuft es gut“, erläuterte Schreiber. Dort erzielte Blanco ein zweistelliges Wachstum. Während Russland schwächelt, USA und Kanada stagnieren, gibt es positive Impulse aus Südeuropa und Skandinavien. „In Russland ist es vielen wichtiger, dass überhaupt etwas zu Essen auf den Teller kommt, als die Küche mit unseren Produkten zu modernisieren,“ räumt Schreiber im Blick auf die Kaufkraft ein. Auch der britische Brexit sorge für Verunsicherung.

Nach der abgeschlossenen Erweiterung des europäischen Logistikzentrums in Bruchsal bewegten sich die Investitionen mit 16,2 Millionen Euro wieder auf dem Niveau der vorangegangenen Jahre. Ein Teil floss in den Ausbau nachhaltiger Gebäude- und Energietechnik an den einzelnen Standorten. Darüber hinaus wurde in die Neuorganisation der Fertigungsprozesse im Werk Sulzfeld vor allem in den Ausbau der Silgranit-Spülen-Werke in Sinsheim und im kanadischen Toronto investiert. „Da die Kapazität in Sinsheim nahezu ausgeschöpft ist und die Erweiterung der Produktion dort nicht möglich ist, wird Blanco in Tschechien einen weiteren Produktionsstandort für rund 25 Millionen Euro errichten“, teilte der Vorsitzende der Geschäftsführung mit. Das Werk soll Mitte 2019 in Betrieb gehen.

Wolfgang Schneider, Geschäftsführer Technik, betonte: „Der vor mehr als 25 Jahren in Sinsheim gegründete und seither kontinuierlich gewachsene Standort wird Leitfabrik für die Silgranit-Produktion bleiben und auch technisch weiter ausgebaut.“ Das Sinsheimer Kompetenzzentrum sei darüber hinaus Sitz der Forschung und Entwicklung. Dass Blanco eine gute Adresse sei, zeige nicht nur die mehrfache Auszeichnung als „Top Arbeitgeber“, sondern auch die große Nachfrage von Hochschulabgängern.