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26.10.2016

Bonus für beurlaubten VW-Manager

Kassel. Ein im Zuge des Abgasskandals beurlaubter Volkswagen-Manager ist mit seiner Klage auf Weiterbeschäftigung gescheitert. Das Arbeitsgericht Kassel wies die Klage des Mannes am Dienstag in diesem Punkt ab.

Die Freistellung sei zulässig, auch um den Verdacht einer Beweismittelvernichtung zu vermeiden, sagte der Richter. Es gebe zudem keine Verpflichtung auf Weiterbeschäftigung, da es Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Braunschweig gebe. Der Manager war in dem vom Abgasskandal betroffenen Zeitraum Leiter der Dieselmotoren-Entwicklung. Die VW-Anwälte sagten, die Freistellung sei rechtens. Der Manager sei damit einverstanden gewesen und habe diese unterzeichnet. Später hatte er die Freistellung angefochten. Allerdings entschied das Gericht, VW müsse eine Abmahnung gegen den Mann aus dessen Personalakte entfernen, weil dieser gegenüber einer Anwaltskanzlei nicht aussagen wollte. Zudem verpflichtete es den Konzern, dem Manager für das Jahr 2015 einen Leistungsbonus von 100 000 Euro zu zahlen.