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Blicken bei der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Schmuck und Uhren optimistisch in die Zukunft (von rechts): Ehrenbeirat Joachim Köhle, Präsident Uwe Staib, Karina Ratzlaff (Präsidentin der Vereinigung der Bundesverbände Schmuck und Silberwaren), Vizepräsident Peter Pfäffle, DSU-Geschäftsführerin Christine Köhle-Wichmann und Hauptgeschäftsführer Guido Grohmann. Foto: Meyer
Blicken bei der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Schmuck und Uhren optimistisch in die Zukunft (von rechts): Ehrenbeirat Joachim Köhle, Präsident Uwe Staib, Karina Ratzlaff (Präsidentin der Vereinigung der Bundesverbände Schmuck und Silberwaren), Vizepräsident Peter Pfäffle, DSU-Geschäftsführerin Christine Köhle-Wichmann und Hauptgeschäftsführer Guido Grohmann. Foto: Meyer
08.02.2018

Bundesverband Schmuck und Uhren zieht positive Bilanz für 2017

Pforzheim. Der Geschäftsführerwechsel in der DSU, der deutschen Schmuck- und Uhrengesellschaft ist am Mittwoch in einem offiziellen Akt während der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Schmuck und Uhren (BVSU) vollzogen worden. Oswald Meisenbacher gab angesichts seines beruflichen Ruhestands nicht nur den Stab an seine Nachfolgerin Christine Köhle-Wichmann weiter, er nahm auch die Ehrung durch BVSU-Präsident Uwe Staib entgegen – „für langjährige Dienste für den Verband und seine Tochtergesellschaften“

Die DSU ist im ersten Obergeschoss der Schmuckwelten angesiedelt und fungiert mit ihrer Verkaufsausstellung als „Schaufenster der deutschen Branche“, wie die neue Geschäftsführerin sagte. Andererseits würde sie die Unternehmen durch Serviceleistungen und Informationen bei der Absatzsteigerung unterstützen. Noch ist Meisenbacher Geschäftsführer der weiteren Verbandstochter USE, der Uhren Schmuck Edelsteine Bildungszentrum Pforzheim GmbH. Hier seien in nächster Zeit Veränderungen geplant, kündigte Präsident Staib an, wollte aber nicht ins Detail gehen. BVSU-Hauptgeschäftsführer Guido Grohmann freute sich gestern Abend im PZ-Gespräch am Ende der Versammlung, dass mit mehr als 60 Anmeldungen so viele Vertreter der Mitgliedsunternehmen wie seit vielen Jahren nicht mehr teilgenommen hätten. Der Verbandsstruktur entsprechend reisten sie aus allen Teilen von Deutschland an. Was waren die Themen der Mitgliederversammlung? Zum einen der ausführliche Rückblick auf 2017, auf das Jubiläumsfestival 250 Jahre Goldstadt: „Der BV Schmuck und Uhren hat sich nicht nur als einer der Hauptsponsoren für die Stadt Pforzheim engagiert, sondern auch weit darüber hinaus finanzielle und personelle Ressourcen gebündelt und zur Verfügung gestellt und er ist mit dem Ergebnis der durchgeführten und unterstützten Aktivitäten sehr zufrieden“, sagte der Präsident. Das wichtigste Ziel, „nachhaltige Akzente setzen“, sei „voll erfüllt worden“, ergänzte der Hauptgeschäftsführer. Er wies auf Veranstaltungen hin wie die internationalen Tagungen des Responsible Jewellery Councils, der europäischen Uhrenverbände CPHE und EUROTempus sowie der Empfang für über 150 Ehrengäste der Branche zur Gala. Auch das Design-Symposium der Hochschule Pforzheim „wird Spuren hinterlassen“, so Grohmann. Derzeit werde eruiert, wie Forschung, Lehre und Wirtschaft das Design-Thema „als interdisziplinäre Brücke zwischen allen drei Fakultäten der Hochschule Pforzheim und der Industrie verankern können“.

Weitere Veränderungen im Verband waren unter anderem die Neubesetzung der Hauptgeschäftsführerstelle durch Guido Grohmann sowie die komplette Erneuerung der IT des BVSU und ein Redesign des Internetauftritts. Die Beziehungen zur Uhrenhochburg Glashütte wurden laut Grohmann verstärkt „und lassen auf weitere Kooperationen mit Firmen aus dem Erzgebirge hoffen“.

Karina Ratzlaff (Firma J. Köhle) als Präsidentin der Vereinigung der Bundesverbände des deutschen Schmuck- und Silberwarengewerbes berichtete den Mitgliedern über die Aktivitäten des Weltschmuckverbandes CIBJO.

Im Ausblick 2018 äußerte sich Verbandspräsident Staib zuversichtlich: „Die Inhorgenta Munich als deutsche Leitmesse der Branche wird in etwas mehr als einer Woche die ersten positiven Impulse bringen.“ Und was sagt er zur angeschlagenen Baselworld und ihrem Ausstellerschwund? Die Schweizer müssten nun ihre Hausaufgaben machen und sich neu aufstellen – so wie es zuvor München erfolgreich getan habe.