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Gute Architektur ist ein Beitrag zum sozialen Miteinander: Vorstandsvorsitzender Carsten von Zepelin zeigt den CDU-Politikern Marianne Engeser und Armin Laschet (von links) das neue Stadtteilzentrum im Arlinger, das seine Baugenossenschaft errichtet hat.  Foto: Ketterl
Gute Architektur ist ein Beitrag zum sozialen Miteinander: Vorstandsvorsitzender Carsten von Zepelin zeigt den CDU-Politikern Marianne Engeser und Armin Laschet (von links) das neue Stadtteilzentrum im Arlinger, das seine Baugenossenschaft errichtet hat. Foto: Ketterl
26.02.2016

CDU-Bundes-Vize Armin Laschet im Arlinger: Weniger Vorschriften, mehr Bautätigkeit

Das schmucke „kleine Zuhause“ für Vereine und Gruppierungen des Stadtteils steht seit kurzem gegenüber dem Verwaltungsgebäude der Baugenossenschaft Arlinger an der Mahlbergstraße 21. Der klar strukturierte Raum duftet beim Betreten noch leicht nach Farbe. „Man wollte den Akteuren eine Treffmöglichkeit geben, nachdem die Awo den alten Standort ein paar Straßen weiter aufgegeben hatte“, sagt Vorstandsvorsitzender Carsten von Zepelin. Die Baugenossenschaft sei sich der sozialen Verantwortung für den Stadtteil Arlinger bewusst.

Zu Gast auf Wahlkampftour ist an diesem Nachmittag die CDU-Landtagsabgeordnete Marianne Engeser in Begleitung von Armin Laschet, Landesvorsitzender der CDU Nordrhein-Westfalen und stellvertretender Vorsitzender der CDU Deutschlands. Sie hat Bauschaffende, CDU-Stadträte und Architekten um den Tisch des lichten Versammlungsraums geschart. „Das ist viel mehr als bloße Architektur“, schwärmt der 55-jährige Politiker mit Blick auf den gelungenen Bau des Büros Aescht & Berthold Architekten.

Das Thema „Wie sieht der Wohnungsmarkt der Zukunft aus? Neue Herausforderungen verlangen neue Lösungsstrategien“ steht passenderweise auf der Agenda. Doch zuvor schlägt Laschet, der eine Stunde zuvor noch in einem Pflegeheim in Mannheim mit den Verantwortlichen die Last mit der neuen Landesheimbauverordnung diskutiert hat, einen Bogen von der Asylkrise hin zum Wohnungsbau als wichtiges Mittel der Integration.

Wenn Pflegeheime künftig keine Doppelzimmer für Ehepaare mehr anbieten dürften, weil dies eine Richtlinie verbiete, dann müsse man diese Überregulation korrigieren, sagt er als Bilanz seines Mannheim-Besuchs. Diese neue Richtlinie, die ab 2019 gelten soll, habe allerdings die frühere CDU-Landesregierung zu verantworten, räumt Engeser ein. Aber sie wolle alles daransetzen, Vorschriften und Bürokratie im Land abzubauen, sollte ihre Partei in Regierungsverantwortung kommen. Das gelte auch für den Wohnbaubereich, der landesweit eines Förderprogramms bedürfte. Wie stark Verordnungen den dringend benötigten Bau von Wohnungen behindern und verteuerten, führte Familienheim-Vorstandsmitglied Dirk Mees aus. Sein Unternehmen baut drei Flüchtlingsunterkünfte und hat mit Mühe einen Generalunternehmer gefunden. „Wir brauchen einen Stopp, was die ständig wachsenden Anforderungen angeht.“ Die stünden oftmals in keinem Verhältnis zum Ertrag, ergänzte von Zepelin. Sollten die Zinsen um zwei Prozent steigen, könnten die Baugesellschaft viele Projekte nicht mehr realisieren.

Laschet: Vor Ort entscheiden

„Die Reduzierung von Vorschriften müssen in den Kommunen entschieden werden, das ist regional sehr unterschiedlich“, konterte Laschet. Architekt Stephan Jung erinnerte daran, dass das Pforzheimer Stadtgebiet zu 51 Prozent aus Wald besteht. Die ständige Suche nach Ausgleichsflächen behindere den Wohnungsbau. Von Zepelin verwies auf das Naturschutzgebiet hinter seinem Verwaltungsgebäude. Dort könnte man in guter Qualität bauen – wären da nicht die Vorschriften.