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Skytron-Geschäftsführer Frank-Thomas Hück (von links) mit Erwin Geißler (Vorsitzender) und Eugen Müller (Zweiter Vorsitzender) von der Pforzheimer Medien-und IT-Initiative.
Skytron-Geschäftsführer Frank-Thomas Hück (von links) mit Erwin Geißler (Vorsitzender) und Eugen Müller (Zweiter Vorsitzender) von der Pforzheimer Medien-und IT-Initiative.
22.07.2016

Dem Enzkreis winkt flächendeckendes freies WLAN

Pforzheim/Enzkreis. Die Pforzheimer Innenstadt soll in einem ersten Schritt komplett mit freiem WLAN ausgestattet werden. Danach ist geplant, den Ring zu erweitern und schließlich den gesamten Enzkreis flächendeckend mit dem kostenlosen Internet-Zugang auszustatten.

Dieses ehrgeizige Ziel für die kommenden Jahre hat Frank-Thomas Hück im PZ-Gespräch formuliert. Er ist Geschäftsführer der Skytron Communications GmbH & Co KG mit Sitz in Karlsbad – jenes Unternehmens, das den technischen Teil der Initiative „PF-WLAN“ seit der Funkfreischaltung Ende 2013 begleitet. Vom 1. September an wird Skytron die wirtschaftliche Verantwortung und die Vermarktung von PF-WLAN übernehmen. Und kurz darauf soll der Ausbau laut Hück „in einem ersten Step in Pforzheim beginnen“.

Der Verein gleichen Namens „versucht weiterhin, Spendengelder zu generieren“ und konzentriert sich dann vor allem darauf, soziale Projekte in Zusammenhang mit der digitalen Zukunft zu fördern, erklärt Vorsitzender Erwin Geisler bei der Mitgliederversammlung im Pforzheimer Innotec. Beispiele: Projekte und Installationen im Bereich Schul- und Fortbildung sowie soziale Einrichtungen unterstützen. Mitglieder von PF-WLAN werden zudem als Beirat bei Skytron mitwirken.

Wie weit sind die technischen Probleme ausgemerzt? Einige Nutzer bemängelten in der Vergangenheit einen umständlichen Anmeldeprozess. Andere Anwender waren mit Verfügbarkeit und Geschwindigkeit nicht zufrieden. „Die Qualität hat sich verbessert“, sagt Hück. Wenn der Zugang über PF-WLAN vom 1. September an bei Skytron in eine bestehende Infrastruktur aufgenommen werde und weitere Zugangspunkte eingerichtet worden seien, „wird sich die Qualität noch einmal steigern“. Nach wie vor erfordere der einmalige Anmeldeprozess die Nennung der Mobilnummer.

Eine reibungslose Internetverbindung ist nicht nur für die Anwender wichtig. Skytron will auch andere Städte und Regionen mit seiner Dienstleistung versorgen. „Pforzheim ist hierbei unser Referenzprojekt“, erklärt der Geschäftsführer. Regelmäßig besuchen potenzielle Interessenten aus anderen Kommunen laut Hück die Goldstadt, um die Tauglichkeit zu testen. In Ettlingen und Calw beispielsweise können die Bürger und Besucher schon via Skytron kostenlos im Internet surfen oder E-Mails abrufen. Vorteil für die Pforzheimer Nutzer: „Sie kommen in allen Städten, die den Skytron-Service nutzen, mit ihrer bestehenden Anmeldung ins Internet.“

Zugang bleibt kostenlos

Und was bezahlen die Nutzer? „Für sie bleibt der Zugang kostenlos“, sagt Hück. Wie finanziert sich das Unternehmen dann? Zum einen sei das Städte-Wlan lediglich ein Segment im Skytron-Angebotsportfolio. Es seien zunehmend Kommunen, Gaststätten und Hotels sowie Praxen, Handel, Gewerbe- und Industriebetriebe, die sich gegen Gebühr einen Wlan-Zugang einrichten lassen, um diesen Gästen, Besuchern, Patienten und Mitarbeitern kostenlos anzubieten.