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Im steten Austausch über die konkrete Umsetzung der Anforderungen: Peter Bach (links) und Stephan Irgenfried von Bicowa. Foto: “Warzecha
Im steten Austausch über die konkrete Umsetzung der Anforderungen: Peter Bach (links) und Stephan Irgenfried von Bicowa. Foto: “Warzecha
15.09.2017

Die Existenzgründer: Für Bicowa aus Straubenhardt ist Automatisierung Alltag

Straubenhardt. Mit unserem integrierten Ansatz aus Beratung, Projektmanagement und Softwareentwicklung schaffen wir technisch fundierte Lösungen für die täglichen Herausforderungen des Unternehmensalltags unserer Kunden“, sagt Stephan Irgenfried, einer der Unternehmensgründer der Firma Bicowa, einem Tech-Startup, ansässig in Straubenhardt, und unter anderem zuständig für die Pressearbeit des im Oktober 2016 gegründeten Unternehmens.

Bicowa steht dabei für „Business Intelligence, Consulting, Workflow, Automation.“ Kurz gesagt, geht es dabei um die Optimierung, Digitalisierung und Automatisierung betrieblicher Abläufe, besonders in Kleinen und Mittelständischen Unternehmen (KMUs). Doch Irgenfried und sein Partner Peter Bach bieten dem Kunden nicht nur spezielle Softwarelösungen – egal ob kundenspezifisch angepasste Standardprodukte oder von ihnen selbst entwickelte –, sondern beraten ihn noch dazu individuell, wenn Arbeitsabläufe im Unternehmen nicht passen, zu viel Aufwand verursachen oder es Informationslücken gibt beziehungsweise Informationen, die ausgetauscht werden, de facto nicht zueinander passen.

„Wir schauen einfach, wo genau im Prozess, an welcher Stelle, das Problem liegt, prüfen, wo es klemmt und mit welchen Mitteln die optimale Lösung zu erreichen ist“, so Irgenfried.

Ein Anwendungsfall kann zum Beispiel sein, dass Mitarbeiter in der Personalstelle sich darüber beschweren, dass sie alle Zeit- und Kostenabrechnungen von Papierzetteln abschreiben müssen und sich eine schnellere Eingabemöglichkeit wünschen.

Eine optimale Lösung in diesem Beispiel wäre dann, dass die einzelnen Mitarbeiter im Unternehmen mithilfe von mobilen Endgeräten ihre Zeiten selbst erfassen können und diese Informationen über eine passende Schnittstelle automatisch in der Arbeitszeiterfassung verfügbar sind. Von Vorteil sei dabei, so die Gründer, dass man an einer ganz anderen Stelle im Betrieb das Problem an der Wurzel packe und so eine Lösung finde, die allen im Unternehmen zugleich hilft. In diesem Beispiel also konkret der Lohnbuchhaltung, dem Controlling und dem Auftragsfortschritt, sprich: Vertrieb. Im Sinne der Vernetzung von betriebsinternen Abläufen schaffe man so eine Lösung, von der alle profitieren.

Insgesamt kommt es den beiden Gründern darauf an, die Kunden individuell da abzuholen, wo sie stehen. „Während der eine seine Warenwirtschaft mit mobilen und smarten Barcodescannern erweitern möchte, ist der andere auf der Suche nach einer rechtssicheren Lösung für die Bearbeitung und Archivierung elektronischer Dokumente. Der dritte möchte die Auftrags- und Zeiterfassung seiner weltweit aktiven Servicetechniker mit automatischer Anbindung an die Lohnbuchhaltung automatisieren. Wir sehen uns genau an, welche IT-Systeme schon vorhanden sind, identifizieren die Bruchstellen im Datenfluss und kitten diese durch den Einsatz von Standard- und individuell entwickelter Software“, so Irgenfried.

Besonderen Wert legen die Unternehmer dabei auf die Schnittstellen zwischen den jeweiligen IT-Systemen. „Denn nur wo Daten ohne manuelle Zwischenschritte automatisch fließen, ergeben sich im betrieblichen Alltag Erleichterungen“, so das Duo Irgenfried und Bach. So können gerade für die Zielgruppe der Kleinen und Mittleren Unternehmen integrierte Softwarelösungen geschaffen oder empfohlen werden, welche bisher nicht verbundene Programme – sogenannte „Insellösungen“ – miteinander verbinden, zum Beispiel Warenwirtschaft, Webshop und Finanzbuchhaltung.

Das übergeordnete Ziel ist es, dass Prozesse trotz verschiedener Standorte oder Eingabemöglichkeiten nahtlos ablaufen und die Daten für jeweils mehrere Bereiche miteinander kombiniert werden können – genau in dem Format, in dem sie dann auch gebraucht werden. Auf diese Weise entstehen Lösungen wie etwa die Daten-Synchronisation zwischen CAD- und ERP-Systemen. Aber auch Kanban-Kistenmanagement mit smarten Barcodescannern, abteilungsübergreifende Workflows für Nachschuss/Nacharbeit, Verpacken im Warenausgang mit mobilen Endgeräten und Sendungs-Ankündigung an die Frachtführer oder digitales Dokumentenmanagement in der Qualitätssicherung durch Bearbeitung, Prüfung, Freigabe und Kenntnisnahme. Oftmals helfen die Gründer ihren Kunden auch erst einmal dabei, herauszufinden, wo genau das Problem liegt, nur, um dann der Ursache erst recht auf den Grund zu gehen. Pläne für die Zukunft sind es, weitere Mitarbeiter zu gewinnen und das Produktportfolio zu erweitern.

Anderen Gründern geben Irgenfried und Bach mit, stets für Liquidität zu sorgen, um auch für schlechte Zeiten gut gerüstet zu sein und sich im Falle des Falles einen Geldgeber zu suchen, den die Idee des Unternehmens überzeugt. Was macht für die Gründer ein gutes Team aus? „Ein gutes Team bedeutet, Gutes voneinander zu lernen und eine gemeinsame Vision zu haben.“ https://www.bicowa.com