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Freuen sich über eine gute Bilanz: Klemens Schork, Aufsichtsratsvorsitzender Reinhold Linzmeier und Armin Kühn (von links). Foto: Fux
Freuen sich über eine gute Bilanz: Klemens Schork, Aufsichtsratsvorsitzender Reinhold Linzmeier und Armin Kühn (von links). Foto: Fux
04.02.2016

Die VR Bank Enzkreis zieht positive Bilanz – und freut sich aufs 125-jährige Bestehen

Freude herrscht bei Klemens Schork, Vorstandsvorsitzender der VR Bank im Enzkreis, und seinem Vorstandskollegen Armin Kühn nicht nur, weil die Bank in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen feiert. Auch die Bilanz für das zurückliegende Geschäftsjahr fällt positiv aus, wie Kühn und Schork darlegten.

Die Bilanzsumme für 2015 beträgt 275,7 Millionen Euro. Das sind rund zehn Millionen mehr als im Jahr zuvor. Auch beim Kundengeschäft bleiben die Anteile hoch. Beim Kreditgeschäft verbucht die Bank ein Wachstum von 3,6 Prozent. Die Kreditanträge hatten ein Gesamtvolumen von 41,9 Millionen Euro. Hier bedient das Geldinstitut vor allem mittelständische Unternehmen und Häuslebauer.

Voraussichtlich kann die VR Bank im Enzkreis ihren Mitgliedern eine Dividende von vier Prozent auszahlen, sofern die Vertreterversammlung zustimmt.

Auch im Immobiliengeschäft ist die Bank weiter auf Erfolgskurs. 2015 konnten 33 Objekte mit einem Verkaufsvolumen von rund sechs Millionen Euro vermittelt werden. Und auch die Kundeneinlagen werden trotz niedriger Zinsen stetig mehr. „Sie sind im Vergleich zum Vorjahr um etwa zehn Millionen Euro gewachsen“, bestätigt Kühn. Schork verweist vor allem auf Tagesgeldkonten.

Die Bank, die auf ein solides Kreditgeschäft setze, keine unkalkulierbaren Risiken eingehe und obendrein sehr verwurzelt in der Region sei und diese auch unterstütze, hat aber auch als Folge der Bankenkrise viele Regularien und Dokumentationen zu erfüllen. Doch trotz der umfangreichen Bürokratie bewerteten Kunden der VR Bank im Enzkreis laut einer Umfrage die Verständlichkeit der Beratung mit 1,73. Bei der Aufklärung über Risiken ist das Ergebnis nahezu identisch. Aufholen möchte die VR Bank im Enzkreis allerdings bei der telefonischen Erreichbarkeit, beim Umfang des Services im Internet und den Informationen im Internet. Ab diesem Jahr ist die Bank auch bei Facebook vertreten.

Zu schaffen machen dem Geldinstitut nicht nur die Konkurrenz des Internets und die Digitalisierung, sondern auch der anhaltende Niedrigzins, viele Regularien und der demografische Wandel. Doch im Mitgliedsjahr 2016 setzt sich die Bank das ehrgeizige Ziel: „Die Mitgliedszahlen wieder zu stärken“, so die beiden Vorstände.