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Nullen und Einsen – alles digital auf der CeBit.
Nullen und Einsen – alles digital auf der CeBit.
11.03.2016

Die Welt von übermorgen: 3D-Drucker, Drohnen – und was die CeBit sonst noch zu bieten hat

Selbstfahrende Autos, Raketen aus dem 3D-Drucker, implantierte Chips als Türöffner: Die Digitalisierung ermöglicht ein ganzes Füllhorn an neuen Möglichkeiten und Geschäftsmodellen für Wirtschaft und Gesellschaft. Die Computermesse Cebit (14.-18. März) bleibt dem Mega-Trend auch in diesem Jahr treu.

Sie stellt nicht nur Ausschnitte aus dem sich rasant entwickelnden neuen Mekka der Möglichkeiten vor, sondern versteht sich auch als eine Art Seismograph für die damit verbundene gesellschaftliche Debatte. „Wir haben dieses Jahr mehr als 200 Redner für unsere Foren verpflichtet“, sagte Messe-Chef Oliver Frese. Die Netzwerk-Funktion der Messe werde immer wichtiger, um die neuen Möglichkeiten einzuordnen.

„Die Digitalisierung diktiert das Tempo, nicht wie bisher die Branchengrößen“, erklärt Reinhard Clemens, Vorstand Deutsche Telekom und CEO von T-Systems. „Alles wird digital, keine Dienstleistung und kein Prozess bleibt analog“, schreibt er in einem Cebit-Beitrag. Die Vernetzung von Mensch und Maschine wird nach allen bisherigen Studien zu einem massiven Umbruch in der Industrie wie auch der Gesellschaft führen, alte Geschäftsmodelle wegbrechen, neue entstehen lassen. Der Trend erfasst alle Lebensbereiche – auch im Partnerland Schweiz, wo die Uhrenindustrie angesichts sogenannter Smartwatches gerade vor einem Umbruch steht. Das für einen Schweizer Luxusuhrenhersteller auftretende britische Model Kate Moss wird ebenfalls nach Hannover kommen. Auf dem Messegelände reicht die Spanne vom digitalen Krankenwagen über den größten seriellen 3D-Drucker – der während der Messe live eine Rakete entstehen lässt – bis hin zum neuen Messe-Trend, den Drohnen. Ihnen widmet die Cebit diesmal eine ganze Halle, in der sie auch in Aktion gezeigt werden.

Eine der Drohnen wurde konzipiert, um im Mittelmeer Flüchtlinge zu orten und sie notfalls mit Rettungsinseln und Medikamenten zu versorgen. Doch seit immer mehr Zwischenfälle mit zivil betriebenen Drohnen bekanntwerden und auch die Zahl der Beinahe-Kollisionen mit Flugzeugen steigt, ist der Gesprächsbedarf gewachsen.

Bei den Diskussionsforen steht erneut die IT-Sicherheit im Fokus. Sie gewinnt auch vor dem Hintergrund einer neuen Gefahr an Bedeutung: der Erpressung aus dem Internet. Krankenhäuser wurden bereits gezwungen, eine Art Lösegeld zu zahlen, um wieder Zugriff auf ihre Software-Daten zu bekommen. Für die Hersteller entsprechender Abwehr-Systeme ist das ein großes Feld der Möglichkeiten. Auf der Messe stellt etwa der Flugzeughersteller Airbus sein digitales Defence Center vor, das Cyber-Attacken schon im Ansatz entdecken und verhindern soll.