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Ulrich Dietz am Dienstag im ZKM. GFT
Ulrich Dietz am Dienstag im ZKM. GFT
21.09.2016

Digitale Zukunft im Fokus – Code_n Festival in Karlsruhe

Wo wird die digitale Zukunft erfunden? In Karlsruhe natürlich. Hier stehen erste technische Hochschule und erste Informatikfakultät Deutschlands. Und nun gibt es hier noch ein bislang einmaliges Innovationsfestival. Verantwortlich zeichnet dafür freilich ein gebürtiger Pforzheimer – der IT-Unternehmer Ulrich Dietz.

Vom Transportsystem in Schallgeschwindigkeit bis zum bargeldlosen Bezahlen der Zukunft – das Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) wird drei Tage lang zum Zentrum der digitalen Zukunftsentwicklung. Bei dem gestern eröffneten Innovationsfestival „Code_n“ diskutieren noch bis Donnerstag über 4000 Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft und der Kreativbranche über wegweisende Technologien.

Mix aus Technik und Party

„Wir müssen etwas tun in Deutschland und selber Formate kreieren“, sagte Initiator Ulrich Dietz, Chef des IT-Dienstleisters GFT. Auf dem Programm des nach Veranstalterangaben bislang einzigartigen Festivals – eine Mischung aus Technologie-Show, Konferenz, Ideenschmiede und Party – stehen bis Donnerstag an die 70 Redner. Es spricht etwa der ehemalige Chef des Bundesnachrichtendienstes, August Hanning, über das „Mysterium Cybersecurity“, und ein sogenannter Biohacker berichtet, wie es ist, mit einem implantierten Chip zu leben. Gestern Abend wurde auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) im ZKM erwartet.

Ein Höhepunkt ist ein Wettbewerb unter 52 Start-ups aus elf Ländern, die es bis ins Finale von „Code_n“ geschafft haben. Die innovativste Idee aus den Bereichen Finanz-, Laser- oder Gesundheitstechnologie und vernetzte Mobilität wird heute Abend in Karlsruhe mit 30 000 Euro prämiert.

Aus Sicht von Unternehmer Peter Leibinger von Trumpf müssen Firmen sich schneller bewegen können. Die Stärke Deutschlands und des Südwestens liege in der Kombination von Maschinenbau und Digitalisierung. Genau diese beiden Bereiche will das Festival vereinen: „Code_n ist der Platz, wo Start-ups die Big Player treffen“, sagte Frank Riemensperger vom Management-Beratungsunternehmen Accenture Deutschland.

Es geht auch um Kreativität

Für das Festival wurde das ZKM zum Konferenz- und Showort mit sechs Bühnen umfunktioniert. Das Festival will aber nicht nur Digitalpioniere, Entwickler und Unternehmer ansprechen. Auch ganz normale Besucher können bei Spielen Kreativität und Teamgeist freien Lauf lassen oder Ideen zur vernetzten Stadt von morgen bestaunen. Initiator Ulrich Dietz hatte „Code_n“ schon seit 2012 als Teil der Messe Cebit organisiert. Ins Karlsruher ZKM ist er umgezogen, um das Format weiterzuentwickeln.

www.code-n.org