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Diskutieren nach einem  futuristischen  Ausflug in die technische Zukunft  hinterher angeregt über das Thema  (von links): Referent  Referent  Ingolf Wittmann, Kevin Lindauer  vom Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim sowie  und Friedel Völker.  , Data Quality Consultant bei der Firma Omikron.“  Foto: Warzecha
Diskutieren nach einem futuristischen Ausflug in die technische Zukunft hinterher angeregt über das Thema (von links): Referent Referent Ingolf Wittmann, Kevin Lindauer vom Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim sowie und Friedel Völker. , Data Quality Consultant bei der Firma Omikron.“ Foto: Warzecha
08.12.2017

Diplom-Informatiker von IBM referiert beim Netzwerk IT After Work im Innotec Pforzheim

Pforzheim. Quantencomputer als neue technische Revolution, die die (Computer-) Welt von morgen bestimmen? Besagte Rechner versprechen exponentiell mehr Geschwindigkeit und Rechenleistung im Vergleich zu den heute verfügbaren Rechnersystemen. Inwiefern diese es ermöglichen, hoch komplizierte Rechenprobleme zu lösen, die gewöhnliche Großrechner nicht lösen können und was gerade der aktuelle Stand der Technik, gerade beim für die Computerbranche wichtigen Unternehmen IBM darstellt, darauf ging Ingolf Wittmann (nicht wie angekündigt Matthias Dietel), Diplom Informatiker, Technical Director und Leader of HPC bei IBM in seinem Vortrag „Quantum Computing – The next big thing“ ein.

Dabei zog er 50 Besucher beim IT After Work im Pforzheimer Innotec-Zentrum für Software, Technik und Design in seinen Bann. IBM verfügt aktuell bereits über einen 20-Qubit Quantenprozessor und steht damit in direkter Konkurrenz zu Unternehmen wie Google oder Microsoft. Über den Webdienst Quantum Experience von IBM experimentieren aktuell Wissenschaftler aus der ganzen Welt zusammen mit Unternehmen kostenlos mit einem Quantencomputer. Dabei entwickeln sie neues Material, zum Beispiel zur Logistik-Optimierung, so dass zum Beispiel Automobil-Hersteller schnell und einfach auch Ersatzteile ausliefern können. Vorteile: „Unternehmen können Kosten und Aufwand sparen.

Die Studenten mischen bei Material Science und Optimierung in der Forschung und Entwicklung mit und bringen so sämtliche Dienstleistungen mit voran“, so der Quantum Computing Experte bei IBM, Ingolf Wittmann. Der Webdienst Quantum Experience besteht dabei aus einer grafischen Benutzeroberfläche und der Programmiersprache QISKIT im Hintergrund. Der Dienst kann über die Cloud genutzt werden. Über einen kostenpflichtigen Kooperationsvertrag gibt es einen Kundenservice und jegliche Unterstützung bei der Anwendung des Webdienstes. Was genau ist der Unterschied der Rechnerwelt im Vergleich zu jetzt? „Im klassischen Computer gibt es nur den Zustand von Nullen oder Einsen. Ein Quantencomputer kann mehrere Zustände darstellen. Der klassische Computer arbeitet die unterschiedlichen Zustände sequentiell ab. Qbits hingegen arbeiten alle Zustände gleichzeitig ab“, so Wittmann. Nachteil der Qbits sei ihre fragile und empfindliche Umgebung, weshalb diese ständig auf 20 Mini-Kelvin (mK) gekühlt werden müssten, so Wittmann.

Der nächste IT After Work wird im Februar des kommenden Jahres stattfinden. Thema und Teilnehmer der Veranstaltung sind noch nicht bekannt.

Die Veranstaltung IT After Work ist eine Kooperationsveranstaltung des städtischen Eigenbetriebs Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) und des Netzwerks IT+Medien.