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04.02.2016

Düstere Aussichten für die Sparkassen

Stuttgart. Die Sparkassen im Südwesten sehen sich wegen der Niedrigzinsphase und hoher Regulierungskosten im Abwärtstrend. „Das Ergebnis entwickelt sich nach unten, das geht schon Schritt für Schritt langsam runter“, sagte der Präsident des Sparkassenverbands Baden-Württemberg, Peter Schneider, am Mittwoch in Stuttgart.

Er stellte Zahlen für das Geschäft 2015 vor, die er gut und solide nannte. So lag der Gewinn bei 1,069 Milliarden Euro, das sind drei Prozent weniger als 2014. „Das Ergebnis kommt weiter unter Druck“, sagte er mit Blick auf künftige Geschäfte. Vor allem die Politik sieht Schneider als einen Schuldigen für eher düstere Aussichten.

Nach Ausbruch der Finanzkrise 2008 hatten die EU und ihre Mitgliedstaaten eine Reihe von Gesetzen auf den Weg gebracht, die eine Krise verhindern sollen. Schneider hält sie für überzogen.

„Wenn das so weitergeht, das bringt uns an den Rand.“ Fakt sei: Verglichen mit vielen Privatbanken geht es den Sparkassen gut. Man habe ein Polster, räumte Schneider ein, „aber wir sitzen mit im Boot“. Als Zusatzbelastungen nannte der Verbandschef die Bankenabgabe, Meldepflichten und personalintensive Vorgaben zum Datenschutz oder zur Geldwäsche-Abwehr.