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Der Elektro-Gerätebauer E.G.O. schließt sein Werk in Oberderdingen mit 300 Mitarbeitern. Hergestellt werden hier unter anderem Kochplatten und Herdringe.  
E.G.O. © dpa
07.10.2010

E.G.O. schließt Standort mit 300 Mitarbeitern

OBERDERDINGEN. Der Elektro-Gerätebauer E.G.O. will trotz verbesserter Geschäftslage bis Mitte 2012 den Standort Sulzfeld mit 300 Mitarbeitern schließen. Die Produktion soll in andere Werke ausgelagert werden, teilte das Unternehmen aus Oberderdingen am Donnerstag mit.

Beim Prozess der Umstrukturierung seien keine betriebsbedingten Kündigungen geplant. Einige Mitarbeiter sollen ins nahe gelegene Hauptwerk Oberderdingen versetzt werden, andere mit Altersteilzeit oder Abfindungen ausscheiden. Der Schritt diene dazu, den deutschen E.G.O.-Standort mit etwa 2000 Beschäftigten zu sichern.

Einige Produkte seien auf dem deutschen Markt nicht mehr rentabel herzustellen, begründete das Unternehmen seinen Schritt. Diese Produktionen sollen in ausländische Werke verlegt werden. E.G.O. beschäftigt im Ausland weitere 4000 Mitarbeiter.

Die Zentrale in Oberderdingen will der Vorsitzende der Geschäftsführung, Johannes Haupt, zum Innovationszentrum ausbauen. Für das laufende Jahr rechnet er mit einem deutlichen Aufschwung, nachdem der Umsatz 2009 krisenbedingt von 560 auf 470 Millionen Euro gefallen war. «Wahrscheinlich gleichen wir das Minus in 2010 wieder aus.» dpa