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01.09.2008

EganaGoldpfeil-Krise weitet sich aus: Traditionsreicher Uhrenhersteller Junghans meldet Insolvenz an

SCHRAMBERG. Die Finanzkrise beim deutsch-chinesischen Luxuskonzern EganaGoldpfeil betrifft immer mehr Tochterfirmen: Nach dem Pforzheimer Unternehmen Guthmann+Wittenauer hat nun auch der traditionsreiche Schwarzwälder Uhrenhersteller Junghans Insolvenz angemeldet. Grund für den Schritt seien finanzielle Schwierigkeiten der Muttergesellschaft EganaGoldpfeil, sagte ein Sprecher der IG Metall am Montag.

Alle Einzelgesellschaften des Konzerns seien deshalb aufgefordert worden, ebenfalls ihre Geschäfte zu prüfen. Rund 110 Mitarbeiter seien für die Junghans Uhren GmbH mit Sitz in Schramberg (Kreis Rottweil) beschäftigt. Nach einem Bericht des „Schwarzwälder Boten“ soll die vollständige Restrukturierung des 1861 gegründeten Unternehmens Junghans angestrebt werden.

Der Konsum- und Luxusgüterkonzern EganaGoldpfeil hat seinen Hauptsitz in Hongkong und die Europazentrale in Offenbach. Zu den Marken des börsennotierten Unternehmens gehört unter anderem auch der Schuhhersteller Salamander mit Sitz in Kornwestheim (Kreis Ludwigsburg).