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Die Kaufkraft in Baden-Württemberg ist hoch, das liegt auch an den Gehältern, welche die Stuttgarter Autobauer ihren Mitarbeitern bezahlen. Foto: Dubrule
Die Kaufkraft in Baden-Württemberg ist hoch, das liegt auch an den Gehältern, welche die Stuttgarter Autobauer ihren Mitarbeitern bezahlen. Foto: Dubrule
15.08.2018

Ein Baden-Württemberger verdient im Schnitt 49.827 Euro – dank Stuttgart

Stuttgart. Wie groß ist der Einfluss einer Landeshauptstadt auf das Lohnniveau im jeweiligen Bundesland? Das Hamburger Vergleichsportal Gehalt.de hat dafür bundesweit 204.562 Gehaltsdaten ausgewertet. Das Ergebnis: Das Durchschnittsgehalt in Baden-Württemberg beträgt mit Gehältern aus Stuttgart 49.827 Euro, ohne die Landeshauptstadt sind es lediglich 41.880 Euro. Der Einfluss der Stadt beträgt damit 19 Prozent. Erfurt hat mit nur drei Prozent die geringste Einwirkung auf das Landesgehalt. Mit der Hauptstadt erhalten Beschäftigte in Thüringen lediglich rund 1000 Euro mehr.

Unter allen Hauptstädten hat Stuttgart den größten Einfluss auf das Lohnniveau. „In Stuttgart sind es vor allem die großen Konzerne aus dem Maschinenbau, die den Lohndurchschnitt für das ganze Bundesland nach oben treiben“, so Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de.

Auch München und Hannover erhöhen das Gehaltsniveau ihrer Bundesländer deutlich. Der Einfluss der Landeshauptstadt beträgt in Bayern 17 Prozent und in Niedersachsen 16 Prozent.

In Thüringen wirkt sich die Landeshauptstadt Erfurt kaum auf die Durchschnittsgehälter in Thüringen aus: Beschäftigte verdienen durchschnittlich 35 387 Euro jährlich. Ohne die Hauptstadt erhalten sie 34.363 Euro – ein Unterschied von drei Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern beziehen Beschäftigte mit 33.200 Euro das niedrigste Gehalt unter allen Bundesländern. Die Hauptstadt Schwerin hat mit vier Prozent kaum stärkenden Einfluss.