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18.02.2016

Entlastung für Unternehmen

Berlin. Firmen, die ihren Mitarbeitern eine Betriebsrente anbieten, werden bei den Pensionsrückstellungen entlastet. Der Rechtsausschuss des Bundestages beschloss am Mittwoch Erleichterungen bei der Bewertung der milliardenschweren Rückstellungen.

Die Niedrigzinsen zwingen Firmen, bei Verbindlichkeiten für spätere Betriebsrenten immer mehr Geld zurückzulegen. Die Folgen sollen nun abgeschwächt werden. Geplant ist, für die Kalkulation des Zinssatzes zur Berechnung von Rückstellungen für Betriebsrenten den Durchschnitt der vergangenen zehn statt bislang sieben Geschäftsjahre zugrunde zu legen. Damals war das allgemeine Zinsniveau deutlich höher.

Die Änderung wird mit einer Ausschüttungssperre verknüpft. Somit entsteht kein zusätzlicher Spielraum, mehr Gewinne auszuschütten, nur weil die Rückstellungen neu berechnet werden. Das entsprechende Gesetz soll am Donnerstag vom Bundestag verabschiedet werden. Pensionsverpflichtungen sind erst in Jahren fällig. Je stärker der Zinssatz für ihre Bewertung sinkt, desto mehr müssen Unternehmen für Pensionsverbindlichkeiten der nächsten Jahre zurücklegen.