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Flughafenkoordinator Rainer Bretschneider (rechts) und Flughafenchef Karsten Mühlenfeld gestern bei der Sitzung des BER-Sonderausschusses.  Settnik
Flughafenkoordinator Rainer Bretschneider (rechts) und Flughafenchef Karsten Mühlenfeld gestern bei der Sitzung des BER-Sonderausschusses. Settnik
15.03.2016

Entscheidung vertagt: Eröffnung des Hauptstadtflughafens rückt wohl weiter in die Ferne

Nach neuen Verzögerungen bei den Baugenehmigungen für den neuen Hauptstadtflughafen fällt womöglich erst im Oktober eine Entscheidung, ob der Airport wie geplant Ende 2017 eröffnet werden kann. „Wir wollen nicht den Druck aus dem Kessel nehmen, sonst zieht wieder Gelassenheit auf der Baustelle ein“, sagte Flughafenchef Karsten Mühlenfeld am Montag im Flughafenausschuss des Brandenburger Landtags. Eine Eröffnung müsse den Fluggesellschaften zwei Flugplanwechsel zuvor angekündigt werden, erläuterte er.

Nächste Sitzung im April

„Wir gehen aber davon aus, dass wir bis zur nächsten Aufsichtsratssitzung am 22. April die Nachfragen der Baubehörde zum 5. Nachtrag weitgehend abgearbeitet haben“, sagte Mühlenfeld. Kritisch seien insbesondere noch Fragen der Entrauchung an der Schnittstelle zwischen Bahnhof und Terminal. Erst am Freitag hatte der Manager angekündigt, den endgültigen Termin bei der Aufsichtsratssitzung bekanntzugeben. Für den geplanten Weiterbetrieb des alten Schönefelder Terminals muss nach Angaben von Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) kein neues Verfahren zur Planfeststellung eröffnet werden. Die Flughafengesellschaft will den alten Terminal in Schönefeld für die Abfertigung weiterbetreiben und ausbauen, weil die erwarteten Passagierzahlen im Vergleich zu den ursprünglichen Planungen stark gewachsen sind.

Allerdings müssten viele Fluggäste womöglich nach dem Einchecken im alten Terminal mit Bussen zum neuen Flughafen BER gebracht werden. Grund dafür ist, dass durch den Bau des neuen Regierungsterminals Abfertigungspositionen verloren gehen. Die Flughafengesellschaft soll dazu im April ein Konzept vorlegen.