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Kennt sich mit Weiterbildung aus: Maged Bebawy. Foto: WFG Nordschwarzwald 

Erfolgsgeschichten unter Migranten: Fachkräfte-Projekt der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald geht in die Verlängerung

Pforzheim. Maged Bebawy weiß aus eigener Erfahrung, was es heißt, in Deutschland beruflich und privat Fuß zu fassen und sich ein neues Leben aufzubauen. Vor fast 20 Jahren kam er aus seinem Heimatland Ägypten nach Deutschland. Seit März 2020 ist Bebawy für das Projekt ELISA (Erfolgreich mit Qualifikation in der Region Nordschwarzwald) seitens der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald GmbH (WFG) zuständig. Das Projekt ist ein gemeinsames Fachkräfteprojekt der WFG und des Stadtjugendrings Pforzheim (SJR gGmbH), gefördert von der Europäischen Union aus Mitteln des Sozialfonds und dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg. Nun wurde ELISA, seit 2018 am Start, bis Ende 2021 verlängert.

Das Ziel des Projekts ist es, durch individuelle und intensive Beratung Jugendliche, Erwachsene und Familien mit Migrationshintergrund bei der beruflichen Integration in den Arbeitsmarkt der Region Nordschwarzwald zu unterstützen. Dabei werden berufliche Interessen, Bildungsstand und Qualifikationen der Teilnehmer sowie auch die Interessen der Wirtschaft im Nordschwarzwald berücksichtigt.

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Bebawys Projektarbeit zeichnet sich aus durch intensives Bewerbungstraining, Erstellen der Bewerbungsunterlagen nach der passenden Stellenrecherche sowie das individuelle Erarbeiten von beruflichen Perspektiven der Bewerber.

Das Engagement trägt Früchte, wie die WFG berichtet. Einigen Teilnehmern wurde demnach Praktika mit Aussicht auf Anstellung nach erfolgreicher Absolvierung vermittelt, andere Teilnehmer konnten ihren Bildungsabschluss ablegen, eine Ausbildung beginnen oder sogar eine Arbeitsstelle übernehmen.

Fachkräftepotenzial erschließen

Das Projekt ELISA soll für die regionale Wirtschaft das Fachkräftepotenzial erschließen, um dem Mangel entgegenzuwirken.

„Unser Ziel ist es, die bestehenden Beratungsangebote zu einem integrativen, miteinander verzahnten Unterstützungsangebot für Familien und junge Erwachsene mit Migrationshintergrund auszubauen – von Pforzheim bis nach Freudenstadt über Calw, Horb und Nagold“, erklärt Jochen Protzer, WFG-Geschäftsführer.