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© Symbolbild: dpa
03.01.2017

Erfreuliche Jahres-Entwicklung bei Arbeitslosenzahl in Pforzheim

Die Arbeitslosenquote im Nordschwarzwald – bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen – blieb im Vergleich zum Vormonat November unverändert bei 3,7 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 3,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote hat damit den niedrigsten Stand der letzten 20 Jahre erreicht. Aber: In den einzelnen Bezirken sieht es sehr unterschiedlich aus: Die Quote liegt zwischen 2,7 Prozent im Enzkreis und 6,4 Prozent in Pforzheim.

Pforzheim bleibt zwar das Schlusslicht bei der Arbeitslosigkeit, verzeichnet aber unter allen Stadt- und Landkreisen in Baden-Württemberg den mit Abstand deutlichsten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Aktuell gibt es in Pforzheim sogar fast 22 Prozent mehr offene Stellen als im Vorjahr. Das sieht nach einem Aufschwung aus.

Erstmals nach drei Monaten ist die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Nagold-Pforzheim gegenüber dem Vormonat wieder leicht gestiegen. Am Zähltag Mitte Dezember waren 12.058 Männer und Frauen ohne Job. Das waren 16 mehr als im November. Dagegen hat sich die Situation am Arbeitsmarkt im Nordschwarzwald im Vergleich zum Vorjahr mit einem Rückgang von 530 Arbeitslosen oder 4,2 Prozent weiter deutlich verbessert.

„Wir können auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurückblicken. Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt profitierte von der guten Konjunktur. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist weiter gestiegen, die Arbeitslosigkeit hat zum Jahresende den niedrigsten Dezemberwert seit mehr als 20 Jahren erreicht und am Ausbildungsmarkt gab es mehr gemeldete Ausbildungsstellen als Bewerberinnen und Bewerber“ so Martina Lehmann, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim.

Mehr offene Stellen

Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat zum Jahresende wieder zugenommen. Dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim wurden im Dezember 1295 zu besetzende Stellen gemeldet, 77 oder 6,3 Prozent mehr als im November aber 201 oder 18,4 Prozent mehr als vor einem Jahr.

„Die Versorgung der Unternehmen unserer Region mit Fachkräften ist eine unserer Hauptaufgaben. Aufgrund mangelnder Qualifizierung gelingt es Arbeitslosen jedoch oft nicht, in den Arbeitsmarkt zurückzukehren. Mit unseren abschluss- und marktorientierten Qualifizierungsangeboten versuchen wir deshalb Integrationshemmnisse abzubauen und der Wirtschaft die benötigten Fachkräfte zur Verfügung zu stellen. Wir wollen künftig noch mehr Stellen mit Arbeitslosen besetzen“, so Lehmann.

Im Jahresdurchschnitt gab es im Bezirk der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim 12982 Arbeitslose, 232 oder 1,8 Prozent weniger als im Durchschnitt des Jahres 2015. „In neun von 12 Monaten des Jahres lagen die Arbeitslosenzahlen jeweils unter dem Vorjahreswert und es gibt derzeit keine Anzeichen für eine Trendwende. Für das Jahr 2017 rechne ich damit, dass sich die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt in beiden Rechtskreisen fortsetzt“, so Lehmann weiter.

Im Dezember waren im Agenturbezirk Nagold-Pforzheim 2406 Geflüchtete als Arbeitsuchende gemeldet, darunter waren 1044 arbeitslos. Arbeitsuchende Geflüchtete, die nicht arbeitslos sind, nehmen insbesondere an Integrationskursen oder arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teil oder gehen einer Erwerbstätigkeit nach.

Im Bereich der beitragsfinanzierten Arbeitslosenversicherung (Arbeitslosengeld I) waren im Dezember 5349 Männer und Frauen ohne Job, 206 oder 3,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Im Bereich der steuerfinanzierten Grundsicherung (Hartz IV) gab es 6709 Arbeitslose, 324 oder 4,6 Prozent weniger als im Dezember 2015.

Pforzheim

Die Arbeitslosenquote ging im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent zurück. Vor einem Jahr lag sie noch bei 7,1 Prozent. Unter allen Stadt- und Landkreisen in Baden-Württemberg verzeichnet Pforzheim damit den mit Abstand deutlichsten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Im Dezember wurden 287 Stellenangebote gemeldet. Das waren 2,9 Prozent mehr als im Vormonat und 29,9 Prozent mehr als im Dezember 2015. Derzeit sind 908 offene Stellenangebote im Bestand, 21,9 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Enzkreis

Die Arbeitslosenquote hat sich im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 2,7 Prozent erhöht. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 2,7 Prozent. Damit belegt der Enzkreis, gemeinsam mit den Kreisen Emmendingen, Rottweil und Tuttlingen, Platz zwei in Baden-Württemberg.

Insgesamt waren 2892 Personen arbeitslos gemeldet, zwei oder 0,7 Prozent weniger als im Vormonat und 25 oder 10,0 Prozent mehr als vor einem Jahr. Derzeit sind 995 offene Stellenangebote im Bestand, 37 oder 3,9 Prozent mehr als im Dezember 2015.

Landkreis Calw

Die Arbeitslosenquote blieb im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 3,3 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 3,6 Prozent. Im Dezember wurden 337 Stellenangebote gemeldet. Das waren 27 oder 8,7 Prozent mehr als im Vormonat und 17 oder 5,3 Prozent mehr als im Dezember 2015. Derzeit sind 1015 offene Stellenangebote im Bestand, 42 oder 4,3 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Landkreis Freudenstadt

Die Arbeitslosenquote blieb sowohl gegenüber dem Vormonat als auch gegenüber dem Vorjahr unverändert bei 3,2 Prozent.

Isis
03.01.2017
Erfreuliche Jahres-Entwicklung bei Arbeitslosenzahl in Pforzheim

Seit Anf. der 90er Jahre blieben die Arbeitsstunden etwa gleich. Das bedeutet: die Arbeitszeit wurde auf viele Menschen verteilt. Das bedeutet: viele haben weniger Einkommen. so einfach und doch Monat für Monat als tolle Sache verkündet. Der Beweis: die halten uns für saudumm. mehr...

helmut
03.01.2017
Erfreuliche Jahres-Entwicklung bei Arbeitslosenzahl in Pforzheim

Erfreuliche Entwicklung. Wenn das so weitergeht müsste in Pforzheim so in 20 Jahren die Arbeitslosenquote bei 0 liegen. Weil die in der übrigen Welt dann so bei 50% liegt wird es in Deutschland wohl keine Probleme mit fehlenden Arbeitskräften geben. Wer sollte dann sonst unsere Renten bezahlen. ([B]Ironie[/B]) mehr...

Faelchle
03.01.2017
Erfreuliche Jahres-Entwicklung bei Arbeitslosenzahl in Pforzheim

Ist in der Dimension durchaus mit der "Wende" von 1989 vergleichbar. mehr...