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26.01.2016

Ermittlungen gegen Testfahrer des Autoherstellers Daimler eingestellt

Stuttgart. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat Ermittlungen wegen des Verdachts der Scheinselbstständigkeit von Testfahrern beim Autohersteller Daimler eingestellt. Die Behörde war dem Verdacht nachgegangen, ob Testfahrer von externen Dienstleistungsunternehmen als Scheinselbstständige gearbeitet hatten.

Dadurch seien Beiträge zur Sozialversicherung vorenthalten worden. Das Verfahren gegen einzelne Verantwortliche sei wegen geringer Schuld eingestellt worden. Gegen Mitarbeiter des Autokonzerns selbst hatten die Behörden nicht ermittelt. Die Staatsanwaltschaft ordnete an, dass Daimler und seine Tochter MBtech „zur Abschöpfung des geschätzten wirtschaftlichen Schadens“ 9,5 Millionen Euro zahlen müssen, weil ihnen ein wirtschaftlicher Vorteil entstanden war. Die Verantwortlichen hätten das akzeptiert und belegt, dass die Zusammenarbeit mit den Dienstleistern geändert worden sei. dpa