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Rudi Späth feierte seinen 90. Geburtstag – hier auf dem Bild mit Martina Lehmann, Chefin der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim. Foto: Privat

„Es gab für mich nichts Schöneres, als Arbeitsamtsdirektor zu sein“ - Rudi Späth feiert 90. Geburtstag

Pforzheim. „Mir wurde gesagt, dass hier jemand seinen 90. Geburtstag feiert“, scherzte Martina Lehmann, Chefin der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim, als sie bei Rudi Späth mit einem Präsentkorb erschien. Lehmann ließ es sich nicht nehmen, ihrem Vorvorvorvorgänger persönlich zu gratulieren. „Es gab für mich nichts Schöneres, als Arbeitsamtsdirektor zu sein“, so Späth, der auch als Ruheständler seinem Pforzheim treu geblieben ist.

Der am 30. Mai 1929 in Muggensturm bei Rastatt geborene Rudi Späth wurde im Frühjahr 1972 im Alter von 43 Jahren zum Direktor des damaligen Arbeitsamtes Pforzheim bestimmt. Dieses leitete er bis zum Eintritt in den Ruhestand im Jahr 1995.

Mit zahlreichen, teilweise auch unkonventionellen und unbürokratischen Initiativen trug Späth maßgeblich dazu bei, dass sich die Strukturprobleme der traditionellen Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie in den 1970- und 80er-Jahren nicht stärker auf den Arbeitsmarkt auswirkten. In seine Amtszeit fiel auch der Umzug des Arbeitsamtes von der Habermehlstraße in den Neubau in der Luisenstraße.

Von 1975 bis 1994 war er Mitglied des Gemeinderates der Stadt Pforzheim und von 1984 bis 1995 Beirat bei der Lebenshilfe für geistig Behinderte Pforzheim.