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Besuch bei Eurosonic: Gründer und Geschäftsführer Robert Neumann (vorne), die Mitarbeiter Christian Lorenz und Ulrich Schotzhauer sowie Kelterns Bürgermeister Steffen Bochinger, Landrat Karl Röckinger, WFG-Chef Jochen Protzer und Hochschulrektor Ulrich Jautz (von links). Foto: Ketterl
Besuch bei Eurosonic: Gründer und Geschäftsführer Robert Neumann (vorne), die Mitarbeiter Christian Lorenz und Ulrich Schotzhauer sowie Kelterns Bürgermeister Steffen Bochinger, Landrat Karl Röckinger, WFG-Chef Jochen Protzer und Hochschulrektor Ulrich Jautz (von links). Foto: Ketterl
21.12.2016

Eurosonic Neumann aus Keltern stößt in den chinesischen Markt vor

Keltern. Weltweit gibt es eine überschaubare Zahl von Unternehmen, die sich mit der anspruchsvollen Ultraschall-Technologie beschäftigen. Die Eurosonic Neumann GmbH im interkommunalen Industriegebiet Dammfeld auf Kelterner Gemarkung, an der Grenze zu Birkenfeld, ist eine davon.

Die Kernanwendungsbereiche: Schneiden, Schweißen, Sieben. Maschinen, die mit Komponenten von Eurosonic bestückt sind, schneiden beispielsweise in Großkonditoreien Kuchen mit sauberer Schnittkante in kleinste Stücke. Innerhalb von Millisekunden werden Säcke mit Baumarktmaterial abgefüllt und verschweißt. Und die Verkleidungen von Automobilen werden mit hoher Qualität und höchsten Sicherheitsanforderungen bearbeitet. Deutschland gilt als einer der bedeutenden Standorte von Ultraschall-Unternehmen, erklärte gestern Jens Neumann, Sohn des Firmengründers, einer Besuchergruppe. An deren Spitze: Enzkreis-Landrat Karl Röckinger auf seiner traditionellen Firmentour durch die Betriebe des Landkreises. Begleitet wurde Röckinger unter anderem vom Pforzheimer Hochschulrektor Ulrich Jautz, dem regionalen Wirtschaftsförderungschef (WFG) Jochen Protzer und Kelterns Bürgermeister Steffen Bochinger sowie Kerstin Monasso, Wirtschaftsbeauftragte des Enzkreises, und Frank Schmidtmeier vom Arbeitgeberservice beim Enzkreis-Jobcenter.

Eurosonic ist in vielen Teilen der Welt aktiv. „Derzeit orientieren wir uns nach China“, sagte Robert Neumann, der mit Ehefrau Waltraud die Geschäftsführung hat. Einen ersten Besuch von asiatischen Interessenten in Keltern habe es bereits gegeben. Die Reaktion, so Neumann: „Ihr macht Superprodukte.“ In die Zukunft blickt der Geschäftsführer optimistisch: „Im Ultraschallbereich ist noch Geld verdient“, sagt er. Dennoch gebe es ein Problem: „Wir suchen dringend Mitarbeiter. Wenn Sie einen kennen, schicken Sie ihn zu uns“, so Neumann. Derzeit arbeiten knapp über 20 Beschäftigte bei Eurosonic, im wesentlichen Fachkräfte. Unterdessen wissen die beiden Geschäftsführer ihre Mitarbeiter zu schätzen, wie der Firmengründer deutlich machte: „Sie sind das Salz in der Suppe eines Unternehmens. An ihnen liegt es, dass wir gute Qualität produzieren“, lobte er. Und Geschäftsführerin Waltraud Neumann honoriert dies einmal pro Woche mit einem selbst gekochten Essen für die Beschäftigten.

In der zweiten Rundreisestation des Landrats geht’s personell zwar überschaubarer als bei Eurosonic zu, aber nicht minder qualitativ. Hermann Becker stellt in seiner Brennerei in Keltern-Weiler mit Unterstützung seiner Ehefrau und gelegentlich seiner beiden Neffen verschiedene hochwertige Schnäpse her. Der gelernte Landwirt betreibt dieses Handwerk, wie er es nennt, seit 1995. Im Jahr 2004 hat er zusätzlich mit der Produktion von Whisky begonnen. Eine weitsichtige Entscheidung, wie sich heute zeigt, denn „Whisky liegt derzeit im Trend“, erklärte er. Ein 200-Liter-Fass mit sechs Jahre altem Inhalt gibt’s für 12 000 bis 15 000 Euro.