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Blick in die Montage von Werkzeugmaschinen, die dann in die Automationssysteme integriert werden.  Raetzer
Blick in die Montage von Werkzeugmaschinen, die dann in die Automationssysteme integriert werden. Raetzer
Das neue Produktionsgebäude von Felsomat in Königsbach-Stein wurde gestern eingeweiht. Geschäftsführer Uwe Kling (Dritter von links) im Gespräch mit Wolfgang Härter.
Das neue Produktionsgebäude von Felsomat in Königsbach-Stein wurde gestern eingeweiht. Geschäftsführer Uwe Kling (Dritter von links) im Gespräch mit Wolfgang Härter.
20.10.2016

Felsomat investiert in Stein

Ein toller Tag für Felsomat, die Gemeinde Königsbach-Stein, für zusätzliche Ausbildungsplätze sowie für Technik und Innovation“, freut sich Felsomat-Geschäftsführer Uwe Kling. Anlass ist die Einweihung des neuen Produktionsgebäudes im Steiner Gewerbegebiet. Felsomat investiert sechs Millionen Euro in die Erweiterung.

„Ein klares Bekenntnis zum Standort Königsbach-Stein“, betont Bürgermeister Heiko Genthner und zitiert den US-Erfinder Thomas Alva Edison: „Erfolg hat der, der etwas tut.“ Und das kann die Steiner Traditionsfirma wahrlich für sich in Anspruch nehmen. Von zehn Mitarbeitern im Gründungsjahr 1981 (damals noch als Automatisierungs-Sparte der Firma Felss) ist das Technologieunternehmen auf weltweit 475 Beschäftigte gewachsen. Der Umsatz stieg seither von 0,5 Millionen auf 130 Millionen Euro. Eine Erfolgsgeschichte, die eng mit der Automobilindustrie verbunden ist. „Die führenden Automobilhersteller und deren Zulieferer vertrauen auf unsere Lösungen“, sagt Kling bei der Führung durch das weitläufige Firmenareal. Durch den Neubau wird die bestehende Produktionsfläche von 20 000 Quadratmetern um weitere 4500 Quadratmeter vergrößert. Außerdem wächst Felsomat auch an seinen Standorten in den USA (Schaumburg/Chicago), Bangalore (Indien) und Peking. Seit 2011 gehört Felsomat zur Schweizer Reishauer-Gruppe. „Alle diskutieren über die Anforderungen für Industrie 4.0, bei Felsomat wurde vieles bereits umgesetzt.“ Die gesamte Produktionskette ist vernetzt, die Anlagen kommunizieren miteinander. Das ermögliche den Autobauern die bedarfsgerechte Fertigung – auf einer Linie können beispielsweise tageweise Drei-Zylinder, Vier-Zylinder oder Sechs-Zylinder-Motoren produziert werden. Die „intelligente Fabrik“ ist greifbar nahe. 7500 Projekte hat Felsomat in den vergangenen zehn Jahren weltweit umgesetzt und beansprucht damit die Technologieführerschaft im Bereich Automation und Werkzeugmaschinen.

Eingeladen war am Mittwoch auch die Nachbarschaft – die Erweiterung im Gewerbegebiet ist nämlich auch durch die Unterstützung von Familie Härter möglich geworden. Das Werkzeugbau-Unternehmen hat einen Teil des Grundstücks zur Verfügung gestellt, nachdem Felsomat selbst vor einigen Jahren ein Grundstück der Firma Härter überlassen hatte.

Für Architekt Horst Hemminger ist es bereits der fünfte Erweiterungsbau, den er für Felsomat realisiert. In nur einem Jahr Bauzeit wurde das Projekt fristgerecht fertig, obwohl eine aufwendige Pfahlgründung mit 128 Betonpfeilern erforderlich war, um das Gebäude tragfähig und hochwassersicher errichten zu können. Dort finden Teile von Fertigung und Montage und das Zentrallager Platz.