760_0900_120126_251020_fig2_VZ_Erweiterung.jpg
Dynamischer Startschuss bei Häfele in Nagold (von links): Martin Keppler, Chef der IHK Nordschwarzwald, Sibylle Thierer, Häfele Unternehmensleiterin, Nicole Hoffmeister-Kraut, baden-württembergische Wirtschaftsministerin, Jürgen Großmann, Oberbürgermeister von Nagold.  Foto: Häfele 

Firma baut weiteres Hochregallager: Häfele investiert am Nagolder Standort

Nagold. Spatenstich bei Häfele: Der internationale Spezialist für Beschlagtechnik, elektronische Schließsysteme sowie Licht in Möbeln und Räumen baut am Stammsitz in Nagold sein Versandzentrum weiter aus und stärkt den Standort im Nordschwarzwald, wie das Unternehmen gestern mitteilte.

Beim Spatenstich in dieser Woche waren als Ehrengäste die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut sowie der Nagolder Oberbürgermeister Jürgen Großmann sowie der Hauptgeschäftsführer der IHK Nordschwarzwald, Martin Keppler, eingeladen.

Die Ministerin lobte die Standorttreue, die Weitsicht und den Mut des Nagolder Familienunternehmens, das sich als „Hidden Champion“ und Vorreiter der Digitalisierung einen Namen gemacht habe.

Schnelligkeit, Flexibilität, Effizienz, Sortimente und Serviceangebote – die steigenden Anforderungen von Häfele-Kunden in aller Welt bewegten zu der zweistelligen Millionen Investition, wie Unternehmensleiterin Sibylle Thierer begründete.

„Wir brauchen mehr Platz für neue Dienstleistungen und neue Sortimente und wir wollen unsere Lieferzeiten noch weiter reduzieren“, sagte Thierer. Ein ehrgeiziges Vorhaben, wenn man bedenkt, dass heute in Deutschland bei Häfele bis 16 Uhr bestellte, als Paket versendbare Ware, schon am nächsten Tag den Kunden erreichten. Angesichts des Dauerstaus rund um Stuttgart könnten solche Ziele nur mit einem zweiten Lager im Norden Deutschlands erreicht werden. Seit Oktober 2019 gibt es in Lehrte bei Hannover das zweite Häfele-Versandzentrum.

Aktuelles Bauprojekt

Im Nagolder Industriegebiet entsteht derzeit das vierte Hochregallager mit angeschlossenem Wareneingangsgebäude. Es biete Platz für über 15.000 weitere Europaletten und erweitert die Gesamtkapazität auf 65.000. Das Versandzentrum sei seit 46 Jahren eine internationale Drehscheibe für Beschlagtechnik sowie das Herz der Häfele-Logistik. Thierer bezeichnete das aktuelle Projekt in schwierigen Zeiten als mutige und weitsichtige Investition in zukünftiges Wachstum. „Damit soll es uns gelingen, unsere Geschäftspartner in aller Welt jeden Tag aufs Neue für Technologie- und Logistik-Exzellenz zu begeistern.“