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Werner Morgenthaler (links, IHK Nordschwarzwald) im Gespräch mit Sebastian Wiekenberg und Bürkle-Geschäftsführer Klemens Isenmann (rechts). LÖFFLER 
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Präsentieren LED made in Germany (von rechts): Nils Hofsäß sowie Susanne Lehmann und Markus Harding von Signal-Construct aus Niefern-Öschelbronn . 

Firmen aus Pforzheim und dem Enzkreis zeigen in Freiburg Flagge

Die Unternehmen im Südwesten blicken mit leicht gedämpften Erwartungen auf das Wirtschaftsjahr 2019. Insbesondere im Automotive-Bereich gebe es „die eine oder andere reduzierte Schicht“ und erste Kurzarbeit, erklärt Thomas Burger, Präsident des wvib (Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen in Baden), am Rande der zu Ende gegangenen Industriemesse „ie“ in Freiburg. wvib-Hauptgeschäftsführer Christoph Münzer beschwichtigt:

„Ein paar Wolken am Horizont müssen noch keinen Wolkenbruch bedeuten.“ Münzer spricht von einer Normalisierung und attestiert den 1032 mittelständischen Mitgliedsfirmen im Verband (darunter Witzenmann und Kramski aus Pforzheim sowie Herrmann Ultraschall und E.G.O. aus Karlsbad beziehungsweise Oberderdingen) eine robuste Verfassung. Der Hauptgeschäftsführer stützt sich auf die jüngste Umfrage des wvib. So geben 73 Prozent an, derzeit „voll ausgelastet“ zu sein.

Regelmäßiger Besucher ist Werner Morgenthaler, Technologie- und Innovations-Experte der IHK Nordschwarzwald. Er besuchte in Freiburg die Ausstellerfirmen der Region, die zu den Messe-Themen wie Robotic, Augmented, Mixed und Virtual Reality sowie Digitaler Zwilling und autonome Produktion, so Morgenthaler, „einiges zu bieten haben“.

Beispielsweise Alexander Bürkle: Durch Übernahme des Pforzheimer Elektrogroßhändlers Emil Ratz im Jahr 2011 hat sich das Freiburger Unternehmen mit einen Standort in der Goldstadt etabliert.

Die Bürkle-Gruppe, 1900 gegründet, entwickelte sich „vom klassischen Großhändler zum umfassenden Servicedienstleister“ mit den drei Themenfeldern „smart buildings, smart industries und smart consumers“. Der Anspruch: Ein Brücke schlagen zwischen „Millionen technischer Produkte, dem Elektrofachhandel, dem Installateur, der Industrie und dem Kunden“. Laut Geschäftsführer Klemens Isenmann sei die Firma Leicht Stanzautomation aus Ölbronn-Dürnn „der Vorzeigekunde, der die gesamte Wertschöpfungskette, die wir heute anbieten, in Anspruch nimmt.“

MIMplus Technologies ist die Firmen-Neugründung innerhalb der Ispringer OBE-Gruppe. „Wir stellen feinmechanische Bauteile im Metallpulver-Spritzgußverfahren her“, erklärt Vertriebsleiter Thomas Klein. Die Bearbeitung erfolgt ähnlich wie beim Kunststoff-Spritzguß, allerdings mit dem Unterschied, dass „am Ende des Prozesses ein 100 Prozent reines Metallbauteil zur Verfügung steht“.

Die Firma Messer aus Neulingen-Göbrichen hat unter anderem Räumwerkzeuge und das Lohnräumen sowie den Gebrauchtmaschinen-Handel im Leistungsportfolio, erklärt Maschinenbautechniker Daniel Brkic. Räumen sei ein wirtschaftliches Arbeitsverfahren, bei dem in kürzester Zeit komplizierte Formen, die keiner Nacharbeit bedürfen, hergestellt werden könnten. Typisch seien Nuten, Profile und Innenverzahnungen.

Signal-Construct bringt seit vier Jahrzehnten LED-Technik „Made in Germany“ zum Leuchten. Das Unternehmen aus Niefern-Öschelbronn hat beispielsweise den Europapark Rust mit der langlebigen und energiesparenden Beleuchtung bestückt. Die Lok-Scheinwerfer der österreichischen Bundesbahn sind ebenso mit LED-Produkten aus Niefern-Öschelbronn ausgestattet, wie das Restaurant und die Wegebeleuchtung im Kulturhaus Osterfeld Pforzheim.

In vierter Generation leitet Marc Berger das Familienunternehmen Reeb Stahl- und Blechtechnik. Kernkompetenz der Remchinger Firma sei die Konstruktion und das Fertigen von Blechteilen. Für den Maschinen- und Anlagenbau stellt Reeb Schallschutz- und Sicherheitsverkleidungen her.