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Ein freudiger Anlass für Joachim Müller (Vermessungsamt), Bernd Müller, René Kühnemund, Ralf Eisele (alle IMO Oberflächentechnik), OB Peter Boch und Wirtschaftsförderer Reiner Müller (von links). Foto: Meyer
Ein freudiger Anlass für Joachim Müller (Vermessungsamt), Bernd Müller, René Kühnemund, Ralf Eisele (alle IMO Oberflächentechnik), OB Peter Boch und Wirtschaftsförderer Reiner Müller (von links). Foto: Meyer
Diese Grünflächen zwischen A8 (links oben im Bild) und Hohberg (rechts unten sind die ersten Bäume zu sehen, hinter denen die Deponie Hoherg beginnt) werden zum Gewerbegebiet „Südlich des Hohberg“. IMO ist die erste Ansiedlung. Foto: Ketterl
Diese Grünflächen zwischen A8 (links oben im Bild) und Hohberg (rechts unten sind die ersten Bäume zu sehen, hinter denen die Deponie Hoherg beginnt) werden zum Gewerbegebiet „Südlich des Hohberg“. IMO ist die erste Ansiedlung. Foto: Ketterl
14.09.2018

Freude bei Boch: Dieser Marktführer will nach Pforzheim – 100 Arbeitsplätze geplant

Pforzheim. Die Freude ist groß bei Pforzheims Oberbürgermeister Peter Boch über das, was er und die Spitze des Königsbacher Unternehmens IMO Oberflächentechnik zu verkünden haben – und auch bei Firmenchef Bernd Müller.

Die Firma mit derzeit rund 450 Mitarbeitern, die Komponenten für die Automobilindustrie, Telekommunikation und Elektronik veredelt, plant eine neue Betriebsstätte im Pforzheimer Norden, im Gebiet nördlich der A8 zur Deponie Hohberg hin, erst unter dem Namen „Viertes Kleeblatt“ bekannt, nun als Gewerbegebiet „Südlich des Hohberg. Dass IMO-Chef Müller Pforzheim bescheinigt, bei der Standortsuche überzeugt zu haben – „hier wird wirklich jeden Tag Zukunft gemacht, die Stadt hat uns langfristig viel zu bieten“ – verstärkt Bochs gute Laune noch.

Was IMO dort vorhat: Das Unternehmen hat eine 3,5 Hektar große Fläche erworben, auf der eine hochmoderne Betriebsstätte für Einzelteile entstehen soll, wie sie etwa für E-Mobilität und autonomes Fahren gebraucht werden. Trotz der automatisierten Produktion ist der Faktor Mensch wichtig; rund 100 Arbeitsplätze sollen zusätzlich entstehen, nicht etwa aus Königsbach verlagert werden, weil es um größtmögliche Genauigkeit geht. Fehlerhafte Kontaktoberflächen können etwa beim autonomen Fahren verheerende Folgen haben.

Was IMO über sich sagt: Das Unternehmen ist bei moderner Mobilität gut im Geschäft, weltweit gibt es nahezu keine Ladestationen für E-Mobilität ohne IMO- Komponenten, ähnliches gilt für Smartphones und Autos. Auch Zukunftsbereiche wie das Internet der Dinge gehören zum Portfolio. Zum Umsatz schweigt sich die Firma aus, das jährliche Wachstum habe in den vergangenen Jahren durchgängig knapp zehn Prozent betragen, sagt Technik-Chef Ralf Eisele. Beobachter halten mit Blick auf die vergangenen zwölf Monate auch ein stärkeres Wachstum für möglich. Das Unternehmen existiert seit 45 Jahren, Bernd Müller ist Sohn des Firmengründers und will IMO in den kommenden fünf bis zehn Jahren in die Hände seiner zwei Söhne legen. Einer von ihnen, Armin Müller, ist im Pforzheimer Wirtschaftsförderungsnetzwerk Hochform e.V. engagiert, unter anderem fürs Zentrum für Präzisionstechnik (ZPT). Auch so habe es einen ständigen Kontakt zur Stadt Pforzheim gegeben, der nun diese Ansiedlung beförderte. Alternativen etwa in Bruchsal oder Rastatt seien zudem zu weit weg.

Was das für den Firmensitz in Königsbach bedeutet: Nichts, versichert die IMO-Spitze. Dies würden künftig – geplanter Baubeginn in Pforzheim ist 2020, die Produktion soll 2022 starten – zwei unterschiedliche Betriebsteile sein, die auf unterschiedliche Arten Unterschiedliches produzierten. Man wolle im Gegenteil auch in Königsbach wachsen, nach dem Stopp der Pläne im Gebiet Laier infolge von Bürgerprotesten vielleicht nicht in Höhen-, sondern in Tallage.

Was die Stadt Pforzheim zu tun hat: Das Rathaus muss den Bebauungsplan für das künftige Gewerbegebiet „Südlich des Hohberg“, dessen Aufstellung 2015 beschlossen wurde, zum Abschluss bringen. Womöglich noch im Oktober, sagt Joachim Müller, Leiter des städtischen Vermessungs- und Liegenschaftsamts, könne eine öffentliche Auslegung erfolgen. Mit dem Regionalverband und dessen Chef Matthias Proske sei er im Kontakt, um eine möglichst schnelle punktuelle Änderung des Flächennutzungsplans zu erreichen, sagt OB Boch. Die Grundstücke des Gewerbegebiets – insgesamt rund 30 Hektar – hat die Stadt laut Joachim Müller weitestgehend aufkaufen können, um auch von dieser Seite Widerstände der letzten Landwirte im Pforzheimer Norden zu vermeiden. Ende 2019 will das Rathaus die baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen haben. Das Vorhaben von IMO stelle die Initialzündung für das Gewerbegebiet dar – und belege die Notwendigkeit, Gewerbeflächen auszuweisen, so Boch.

OB-Kandidat
27.09.2018
Freude bei Boch: Dieser Marktführer will nach Pforzheim – 100 Arbeitsplätze geplant

Hurra Herr Boch! Bei dem "Marktführer" und "Zulieferer der Automobilindustrie" handelt es sich schlicht und ergreifend um einen riesigen Galvanikbetrieb - anders ausgedrückt um eine Giftküche, die man andernorts eigentlich nirgendwo haben will. 3,5 Hektar bestes Ackerland, in einem - bislang noch garnicht beschlossenen- Gewerbegebiet, für das man Bauern und Eigentümer faktisch enteignet hat! Es entstehen 100 Arbeitsplätze - also unter 30 Arbeitsplätze pro Hektar! Damit liegt man noch ...... mehr...

Faelchle
28.09.2018
Freude bei Boch: Dieser Marktführer will nach Pforzheim – 100 Arbeitsplätze geplant

Wenigstens wird kein Wald abgeholzt. mehr...

karlevonderhöh
01.10.2018
Freude bei Boch: Dieser Marktführer will nach Pforzheim – 100 Arbeitsplätze geplant

Von welchem Teufel wurde Boch denn da geritten? Wer auf die Internetseite von IMO Oberflächentechnik geht und nur etwas Ahnung von der Branche hat, der erkennt sehr schnell, was sich hinter dem blumigen Designergeschwätz einer Werbeagentur verbirgt. Der User OB-Kandidat liegt mit seiner Einschätzung völlig richtig. Es handelt sich tatsächlich um einen großen Galvanikbetrieb den man anderswo nicht haben will. Werden Ansiedlungswünsche solcher Giftküchen bekannt, formieren sich landauf landab ...... mehr...