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Karl-Friedrich Scheufele begrüßt Bundesrätin Simonette Sommaruga in der Chopard-Schatzkammer. 
Karl-Friedrich Scheufele begrüßt Bundesrätin Simonette Sommaruga in der Chopard-Schatzkammer.  © Ketterl
18.03.2016

Funkelnde Luxuswelten: Am ersten Tag der Baselworld stehen Uhrenmarken im Fokus

Blitzlichtgewitter bei Chopard: In der noblen Uhrenhalle der Baselworld war am Donnerstag mächtig was los. Beim Eröffnungsrundgang unter Führung der Schweizer Bundesrätin Simonetta Sommaruga standen die großen Marken im Mittelpunkt.

Karl-Friedrich Scheufele, Chef der Edelmarke Chopard, deren unternehmerische Wurzeln in der Goldstadt Pforzheim liegen, begrüßte die Gäste persönlich in dem mehrstöckigen Messestand, der eher einer Luxus-Villa gleichkommt. Kostbare Chronographen, funkelnder Diamantschmuck und hochwertige Accessoires bilden das Sortiment von Chopard, das weltweit in unzähligen firmeneigenen Boutiquen angeboten wird. Einen Großteil des Jahresumsatzes macht das Unternehmen, das auch in Birkenfeld produziert, mit den Aufträgen, die in Basel geschrieben werden.

Auch wenn viele Pforzheimer Aussteller hinter vorgehaltener Hand über die hohen Standgebühren motzen, die von der Messe Basel aufgerufen werden, – sind sie sich doch einig: „Wer international im Geschäft bleiben will, muss auf der Baselworld dabei sein.“ Denn die frühere Mustermesse Basel hat sich zur weltweit attraktivsten Branchenplattform entwickelt. Rund 40 Unternehmen aus dem Nordschwarzwald sind in diesem Jahr vertreten – etwas weniger als im Vorjahr. Bis zum kommenden Donnerstag hoffen sie auf gute Abschlüsse. Und der Auftakt verlief durchaus vielversprechend, wie gleich mehrere Firmenchefs im Gespräch mit der PZ versicherten. Doch die Entscheidung, ob die Baselworld 2016 eine gute Messe wird, fällt erst am Wochenende, wenn die Top-Juweliere und Einkäufer aus aller Welt erwartet werden. Bis dahin dürfte auch das Interesse an den noblen Schweizer Zeitmessern in der Uhrenhalle nachlassen und der Schmuck sowie die technischen Produktionsmittel aus deutschen Landen stärker in den Fokus der Fachbesucher rücken.

Die Stimmung unter den deutschen Ausstellern sei gut, bestätigte Uwe Staib, Präsident des Bundesverbands (BV) Schmuck+Uhren mit Sitz in Pforzheim, der auf der Baselworld auch für das Goldstadt-Jubiläum 250 Jahre Schmuck und Uhren im Jahr 2017 wirbt. Am Donnerstag waren hochkarätige Vertreter des Responsible Jewellery Council (RJC) am Stand des Branchenverbands. Der RJC ist ein internationaler Zusammenschluss von Unternehmen aus der Gold- und Juwelierwarenbranche, der sich für die umwelt- und sozialverträgliche Schmuckproduktion von der Goldmine bis zum Verbraucher einsetzt. Er will im kommenden Jahr zum Goldstadt-Jubiläum seinen Weltkongress in Pforzheim abhalten.

Am Freitag wird in Basel im Beisein von Oberbürgermeister Gert Hager die Jubiläums-Uhr „250 Jahre Schmuck und Uhren“ am Pforzheimer Gemeinschaftsstand vorgestellt.