nach oben
Als Schlüssel zum Erfolg sehen (hinten von links) Götz Machtolf und Jan Dressle von der Raiffeisenbank Bauschlott, Klemens Schork und Armin Kühn von der VR Bank im Enzkreis und Martin Schöner und Marcel Tilmann von der Volksbank Stein Eisingen sowie Jürgen Wankmüller (vorne von links) und Ulf Meißner von der Volksbank Wilferdingen-Keltern die Vereinigung ihrer vier Banken.  Falk
Als Schlüssel zum Erfolg sehen (hinten von links) Götz Machtolf und Jan Dressle von der Raiffeisenbank Bauschlott, Klemens Schork und Armin Kühn von der VR Bank im Enzkreis und Martin Schöner und Marcel Tilmann von der Volksbank Stein Eisingen sowie Jürgen Wankmüller (vorne von links) und Ulf Meißner von der Volksbank Wilferdingen-Keltern die Vereinigung ihrer vier Banken. Falk
28.10.2016

Fusion der Volksbanken Wilferdingen-Keltern, Stein-Eisingen sowie der Raiffeisenbank Bauschlott und der VR Bank im Enzkreis

Remchingen/ Enzkreis. 58 000 Kunden in 27 Filialen verteilt über den ganzen Enzkreis haben bald eine Bank als Ansprechpartner. Ab dem kommenden Jahr vereinigen sich die Volksbanken Wilferdingen-Keltern, Stein Eisingen sowie die Raiffeisenbank Bauschlott und die VR Bank im Enzkreis (Niefern/Neuhausen). Mit dem Zusammenschluss wollen die vier Geldinstitute ihre Zukunft sicher gestalten.

In den vergangenen Jahren zu schaffen gemacht hätten den Banken vor allem viele neue Regelungen, eine Reaktion auf die Finanzkrise im Jahr 2008. „Dabei haben die Regionalbanken wenig bis nichts mit der Krise zu tun gehabt“, betont Jürgen Wankmüller, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Wilferdingen-Keltern. Im Spannungsfeld zwischen einer geschwächten Ertragslage und steigenden Kosten einer verschärften Regulierung müsse man handeln.

Gemeinsam stark

Aus den derzeit noch starken Positionen aller vier Partner heraus wolle man die Kräfte bündeln. Gemeinsam komme man auf eine Bilanzsumme von 1,3 Milliarden Euro. Dass die Zusammenarbeit funktioniert, hätten bereits gemeinsame Projekte aus der Vergangenheit gezeigt. „Deswegen soll jetzt zusammenwachsen, was zusammengehört“, sind sich Wankmüller und seine Kollegen aus den drei anderen Banken einig: „Durch die Fusion können wir unseren Kunden auch in Zukunft verlässlich zur Seite stehen.“

Nähe und Regionalität soll die neue Bank trotz ihrer Größe beibehalten. „Wir wollen weiter fest in den Ortschaften verwurzelt sein und die Arbeit mit Institutionen wie Schulen oder Kindergärten aufrechterhalten“, so Wankmüller.

Für die 281 Mitarbeiter aller vier Banken ändere sich erst einmal nichts. Stellenstreichungen soll es keine geben. „Wir sind froh, solche guten Leute an Bord zu haben“, sagt Martin Schöner von der Volksbank Stein Eisingen. Vielmehr soll es durch den Zusammenschluss neue Fortbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten geben. Ebenfalls wolle man weiter neue Mitarbeiter ausbilden. „Wir leben von unseren Leuten“, so Schöner weiter, „unsere Mitarbeiter sind unsere langfristige Existenzsicherung.“

Verhandlungen auf Augenhöhe

Sich zusammengesetzt und über eine Fusion nachgedacht habe die Runde das erste Mal Anfang August. Zusammenarbeiten tue man aber schon viel länger. „Unsere vier Banken kennen sich schon viele Jahre, das Vertrauen ist groß“, so Schöner. Diese Basis sei ein entscheidender Vorteil beim Gelingen eines großen Projektes wie der anstehenden Fusion. „Wir sind alle auf Augenhöhe“, sagt der Wilferdinger Kollege Wankmüller. Das habe man vor allem bei den vorangegangenen Gesprächen gemerkt: „Da gab es keine Taktiererei.“ Den Vorstand der neuen Bank werden Ulf Meißner, Klemens Schork, Armin Kühn und Martin Schöner bilden, seinen Vorsitz Jürgen Wankmüller. Marcel Tilman, Jan Dressle und Götz Machtolf sowie die fünf derzeitigen Prokuristen der Volksbank Wilferdingen-Keltern komplettieren die Spitze. Formal abgesegnet werden muss der Zusammenschluss der vier Volksbanken noch. Dazu stehen im Mai des kommenden Jahres Mitgliederversammlungen an. „Wir brauchen über 75 Prozent Zustimmung“, so Wankmüller. Werden diese erreicht, soll die Fusion rückwirkend zum 1. Januar 2017 in Kraft treten. „Es ist auf keinen Fall eine reine Formsache“, sagt Martin Schöner. Vorab werde man mit allen Genossenschaftsmitgliedern reden: „Dann können wir schon mit einem guten Gefühl in die Versammlung gehen.“ Am Donnerstag habe man alle Mitarbeiter informiert und positive Resonanz erfahren.

Der neue Hauptsitz soll Remchingen werden. Einen Namen habe die Bank noch nicht. „Die Suche gestaltet sich wegen der vielen Orte, in denen wir vertreten sind, schwierig“, so Wankmüller. Auch welche Kosten der Zusammenschluss für die Banken bringe, wisse man noch nicht: „Aber wir sind uns sicher, es lohnt sich.“

Der Fortgang der Bankenfusion kann im Internet unter www.ggne.de mitverfolgt werden.