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Geschäftsführerin Ines Richter hat auch ihre kleinen Kunden im Blick – hier in der Playmobil-Spielecke von Galeria Kaufhof mit Sophie (5), Nisha (6), Arda (5) und Samira (2, von links).  Foto: Seibel
Geschäftsführerin Ines Richter hat auch ihre kleinen Kunden im Blick – hier in der Playmobil-Spielecke von Galeria Kaufhof mit Sophie (5), Nisha (6), Arda (5) und Samira (2, von links). Foto: Seibel
26.02.2016

Galeria Kaufhof-Chefin Ines Richter: „Kann in Pforzheim etwas bewegen“

Sie sei in der Goldstadt angekommen, versichert Ines Richter, neue Chefin der Galeria Kaufhof in Pforzheim. Es gebe viele Details, die auf den ersten Blick nicht auffallen, die eine Stadt aber charmant machten. „Ich habe mich ein bisschen in Pforzheim verliebt,“ sagt die 41-jährige Geschäftsführerin. Noch pendelt sie täglich von Linkenheim bei Karlsruhe in die Goldstadt, sucht aber eine Wohnung im Enzkreis, weil ihr Lebensgefährte in Jöhlingen arbeitet.

Die gebürtige Leipzigerin stammt aus einer Einzelhandelsfamilie und war zuvor Geschäftsleiterin bei AppelrathCüpper in Karlsruhe und Frankfurt und bei SinnLeffers in Mainz. Die Übernahme durch den kanadischen Warenhauskonzern Hudson‘s Bay Company (HBC) sei ein Glücksfall für die Kaufhof-Gruppe. „Die verstehen was vom Warenhaus- und vom Online-Geschäft.“ Die Warenpräsentation soll künftig noch ansprechender werden. „Die Kunden dürfen neben der Qualität der Produkte gute Beratung erwarten und sollen sich beim Einkaufen wohlfühlen.“ Die ersten sechs Wochen unter ihrer Regie seien auch von der Kundenfrequenz her gut gelaufen.

Galeria Kaufhof – früher Schocken, Merkur und Horten – hat in der Goldstadt nach wie vor Magnetfunktion. Ines Richter will sich für den traditionsreichen Standort, der in diesem Jahr sein 85-jähriges Bestehen feiert, engagieren. Im September ist das Jubiläums-Finale mit einer „Let’s dance-Party“ geplant. Sie ist viel im Haus unterwegs, spricht mit den 140 Mitarbeitern und den Kunden. „Wir haben Sie doch kürzlich in der Zeitung gesehen“, hätten sie einige Kunden angesprochen.

Dass sich in der Pforzheimer Innenstadt einiges tun muss, ist der aufmerksamen Beobachterin des Einzelhandels nicht entgangen. „Da fließt viel Kaufkraft ab.“ Sie will sich deshalb auch im Citymarketing einbringen. Positiv für die Pforzheimer Innenstadt sieht sie den Marktauftritt des Modegeschäfts „Zara“ am Leopoldplatz.

Im Vordergrund steht für Richter natürlich ihre Galeria Kaufhof, die umsatzmäßig im oberen Drittel der bundesweit 120 Filialen liegt. Dafür hat sie mit ihrem Pforzheimer Team einige Events geplant. Zunächst eine Schnitzeljagd für Kinder am 12. März anlässlich der Schulranzen-Aktion, dann folgt ein Beauty und Wellness-Day und einige andere Events sind in Planung.