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Ein drastisches Sparprogramm soll die Elektronikmärkte Saturn und Media Markt wieder in die Erfolgsspur bringen. Foto: Weigel
Ein drastisches Sparprogramm soll die Elektronikmärkte Saturn und Media Markt wieder in die Erfolgsspur bringen. Foto: Weigel
02.05.2019

„Geiz ist geil“ trifft jetzt auch Media Markt und Saturn

Düsseldorf. Mit Werbeslogans wie „Wir können nur billig“ oder „Geiz ist geil“ haben die Handelsketten Media Markt und Saturn jahrzehntelang den Elektronikhandel dominiert. Doch jetzt wird bei den Handelsriesen selbst der Rotstift angesetzt.

Hunderte Stellen in der Verwaltung des Elektronikriesen sollen abgebaut werden, wie der Media-Saturn-Chef Ferran Reverter am Dienstag ankündigte. Der Hintergrund: Der Elektronikhändler Ceconomy mit seinen bekannten Töchtern Media Markt und Saturn steckt in der Krise. Der Handelsriese kämpft aufgrund der Online-Konkurrenz mit sinkenden Umsätzen und wegbrechenden Gewinnen. Der Aktienkurs ist seit der Trennung vom einstigen Mutterkonzern Metro im Sommer 2017 drastisch gefallen.

Doch nun will eine neue Führungsspitze um den seit März amtierenden Ceconomy-Chef Jörn Werner und den Media-Saturn-Chef Reverter den Konzern mit harter Hand wieder auf Erfolgskurs bringen. „Unsere Strukturen sind zu komplex. Viele Prozesse sind zu ineffizient, und es gibt zu viele unklare Verantwortlichkeiten“, beschrieb Werner die Probleme aus seiner Sicht.

Die Verwaltung sei eindeutig überdimensioniert. Ein Stellenabbau soll nun Abhilfe schaffen. Der Ceconomy-Chef will die Verwaltungskosten des Konzerns in Deutschland um rund 20 Prozent reduzieren.