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14.11.2017

Georg Fahrenschon unter Druck. Sparkassen-Chef vor dem Aus

Berlin. Für den Präsidenten des Deutsche Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), Georg Fahrenschon, wird es schwer, sich im Amt zu halten. Die Kritik an seinem Verhalten in der Affäre um zu spät eingereichte Steuererklärungen hielt gestern an. Die regionalen Sparkassenpräsidenten wollen sich heute ohne Fahrenschon in Hannover treffen, auch um über die Affäre und Konsequenzen zu sprechen, hieß es aus Sparkassenkreisen. Dann könnte eine Vorentscheidung über die Zukunft Fahrenschons fallen.

Ein formeller Beschluss ist vorerst nicht geplant. Aber: „Der Druck ist enorm. Es ist schwer vorstellbar, dass Fahrenschon nach Dienstag noch zur Verfügung steht“, hieß es gestern aus einer regionalen Sparkasse. „Das Asset der Sparkassen ist das Vertrauen.“ Außer der mutmaßlichen Steuerhinterziehung wird dem früheren bayrischen Finanzminister vor allem angekreidet, den Strafbefehl gegen seine Person monatelang verheimlicht zu haben. Die Rede ist deshalb von einem schweren Vertrauensbruch.