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16.05.2017

Geplatzte Lastschrift führte zur Schlecker-Insolvenz

Stuttgart. Nach der Darstellung des ehemaligen Schlecker-Finanzvorstands hätte die Insolvenz der Drogeriemarktkette knapp vermieden werden können.

„Am Ende mussten wir Insolvenz anmelden wegen einer geplatzten Lastschrift“, sagte der von 2010 an im Konzern tätige Finanzchef gestern im Bankrottprozess gegen die Familie Schlecker vor dem Landgericht Stuttgart. In dem Prozess war bereits mehrfach beschrieben worden, dass das Geld bei Schlecker üblicherweise Anfang des Jahres knapp wurde, weil neben dem laufenden Betrieb auch die Weihnachtsware bezahlt werden musste. Angesichts der Millionen-Verluste, die Schlecker angehäuft hatte, wurde das Anfang 2012 zum Problem.

Nach Einschätzung des ehemaligen Finanzchefs war die Lage aber nicht aussichtslos. So sei ein Warenhaus in Ehingen verkauft worden, um den Engpass zu überbrücken. Die 30 Millionen Euro trafen aber zu spät auf dem Konto ein. Die Drogeriemarktkette musste Insolvenz anmelden.