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Im Gespräch mit der Interessengemeinschaft Pforzheim Nord in den Räumen von AmannGirrbach waren am Mittwochabend unter anderem Geschäftsführerin Jutta Girrbach (Zweite von links) und Wirtschaftsförderer-Chef Oliver Reitz (links).
Im Gespräch mit der Interessengemeinschaft Pforzheim Nord in den Räumen von AmannGirrbach waren am Mittwochabend unter anderem Geschäftsführerin Jutta Girrbach (Zweite von links) und Wirtschaftsförderer-Chef Oliver Reitz (links).
15.09.2016

Gewerbegebiet Hohenäcker/Buchbusch braucht schnelleres Internet

Das ist die gute Nachricht: Die Verkehrsanbindung des Pforzheimer Gewerbegebiets Hohenäcker/Buchbusch (grob zugeordnet: hinterm Wartberg) an das Autobahnnetz ist hervorragend.

Der Beleg: „Wir bekommen fast wöchentlich Anfragen von Logistikunternehmen nach freien Grundstücken“, sagte Wirtschaftsförderer Reiner Müller vom städtischen Eigenbetrieb WSP (Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim). Doch diese Branche ist für die Goldstadt von geringerem Ansiedlungsinteresse, weil sie nur wenig Arbeitsplätze schaffe, dafür aber „viel Fläche frisst“, wie Jürgen Zimmermann vom Liegenschaftsamt meinte.

Bei der digitalen Infrastruktur hingegen hat das Gewerbegebiet noch deutliches Optimierungspotenzial. Das wurde am Mittwochabend von Mitgliedern der Interessengemeinschaft Pforzheim Nord (IPN) beim Gespräch mit OB Gert Hager und der Wirtschaftsförderung deutlich gemacht. Der WSP mit Oliver Reitz an der Spitze lauschte in den Räumen des Vorreiters der digitalen Dentalprothetik, der AmannGirrbach GmbH, wo die Unternehmer der Schuh drückt.

Einige Firmen – wenngleich nicht alle – könnten ihre Geschäftsdaten lediglich mit einer Geschwindigkeit von geringen zehn Megabit pro Sekunde (Mbit/s) zum Kunden versenden. Zum Vergleich: Bei manchen Privathaushalten in der Stadt überschlagen sich die Telekommunikationsanbieter mit Turbo-Angeboten zwischen 50 und 200 Mbit/s.

Es geht schneller, versprach Larissa Koeble von den Stadtwerken Pforzheim (SWP). Angesichts der zunehmenden Cloudanwendungen und hohen Datenmengen führe am Lichtwellenleiter (LWL) kein Weg vorbei. Für die Glasfasertechnik hätten die SWP bereits Leerrohre entlang der Straßen im Gewerbegebiet in den Boden gelegt. Koeble sprach beim SWP-Angebot von möglichen Spitzengeschwindigkeiten bis zu 1000 Mbit/s. Allerdings: zum Preis eines Privathaushalt-Internetanschlusses sei dies nicht zu bekommen.

IPN-Sprecher Markus Walter sagte, dass eine Erweiterung der Flächen dringend nötig sei. Und er sprach das wachsende Verkehrsaufkommen an, das in Spitzenzeiten wegen der einspurigen Straßenführung in die City zu langen Staus führe. Auf absehbare Zeit wollte OB Hager hier aber keine Verbesserungszusage machen – nicht zuletzt wegen der angespannten Finanzlage der Stadt.

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