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Michael Meyer von Kärcher zeigt Boris Bunko, Master-Student an der Hochschule Pforzheim, die Funktionalität des Fenstersaugers. Foto: Warzecha
Michael Meyer von Kärcher zeigt Boris Bunko, Master-Student an der Hochschule Pforzheim, die Funktionalität des Fenstersaugers. Foto: Warzecha
28.07.2017

„Global Design bei Kärcher“: Veranstaltung Creative After Work im EMMA

Pforzheim. Das Geräusch eines Staubsaugers ist aus den Reihen des gut besuchten Vortragssaals des EMMA Kreativzentrums zu hören. Erstauntes Murmeln folgt. Der Fenstersauger WV 5 der Firma Kärcher mit Sitz in Winnenden kommt beim Publikum des Creative After Work mit dem Thema „Global Design bei Kärcher“ am Mittwochabend gut an. Ein Griff auf dem Startknopf und der WindowVac saugt Flüssigkeiten streifenfrei von ebenen Flächen wie Fenstern, Duschabtrennungen oder Fliesen.

Doch nicht nur die Funktionalität und der Gebrauchswert sind es, worauf es bei der Gestaltung von Kärcher Home & Garden-Produkten ankommt, so Referent Michael Meyer, Leiter der Abteilung Industrial Design und Gründer des Inhousedesigns für Consumer Products bei Kärcher. Wichtig sei es, stets die Emotionen und Gewohnheiten des Kunden anzusprechen. Wie er im Vortrag anführt, kann das zum Beispiel eine bestimmte Farbe sein. Auch Marke, Unternehmensleitsätze und Werte, für die eine Firma steht, sollten sich in der Gestaltung der Produkte wiederfinden. Bedeutsam für den Kunden sei vor allem die Usability, also eine gute Benutzbarkeit des Produkts. Meyer zeigte dies nicht nur am Beispiel des Fenstersaugers.

Auch auf die Digitalisierung ist die Firma Kärcher mit mehr als 12 000 Mitarbeitern weltweit bestens vorbereitet. So kann der Kunde sein Produkt bereits direkt im Onlineshop der Firma im Internet bestellen. Zusätzliche Services, zum Beispiel Informationen zu neuem Zubehör, könnten dem Kunden in Zukunft per E-Mail oder Social Media zugestellt werden.

Auf der Suche nach den richtigen Ideen für innovative Zukunftslösungen setzt Meyer unter anderem auch auf die Zusammenarbeit mit Designhochschulen, insbesondere mit dem Johanneum in Graz. „Das ist die derzeit leistungsfähigste Designhochschule in Europa.“

Bei Boris Bunko, 35, Master-Student im Fach Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Pforzheim, kommt das gut an: „Ich habe erfahren, dass die Firma Kärcher ein gutes Beispiel für einen innovativen schwäbischen mittelständischen Betrieb ist und sich in der Umsetzung seiner Produkte gut auf die Anforderungen durch Digitalisierung und Industrie 4.0 versteht.“