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BVSU-Hauptgeschäftsführer Guido Grohmann (links), Bettina Richter, deutsche Edelsteinkönigin 2018-2020, Dieter Lamlé, deutscher Generalkonsul für Hongkong und Macau, sowie Rouven Voigt, Förderverein Deutsche Edelsteinstraße. 
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Die Aussteller der Hong Kong Jewellery & Gem Fair befürchteten aufgrund politischer Unruhen leere Flure – doch die Besucher kommen zahlreich. Bundesverband Schmuck und Uhren, Silberwaren und verwandte Industrien 
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Oskar Herzel, Edelstein und Perlenimporteur aus der Goldstadt, stellt auf der Messe in Hongkong aus. 
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BVSU-Präsident Uwe Staib (links), BVSU-Hauptgeschäftsführer Guido Grohmann, Ministerialdirigentin Dorothea Schütz, Fatma Attan von der Durchführungsgesellschaft Balland und Thomas Scheßl, Architekt des Deutschen Pavillons 
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Das Traditionsunternehmen Gerster aus Pforzheim ist auf der Schmuckmesse in Hongkong vertreten. 

Goldstadt glänzt in Fernost - Für Pforzheimer Firmen startet Schmuckmesse in Hongkong

HongKong/Pforzheim. Demonstranten, die Molotowcocktails werfen, Polizei, die Tränengas einsetzt, und öffentlicher Nahverkehr, der lahmgelegt ist: Diese Bilder aus Hongkong dominierten in den vergangenen Wochen die Medien. Doch von den Unruhen bleibt die diesjährige Ausgabe der September Hong Kong Jewellery & Gem Fair verschont, wie gestern der Bundesverband Schmuck und Uhren, Silberwaren und verwandte Industrien (BVSU) mit Sitz in Pforzheim mitteilte.

Die Hong Kong Jewellery & Gem Fair gilt als größte und wichtigste Schmuckmesse in Asien und präsentiert in diesem Jahr – unter nicht einfachen politischen Bedingungen – wieder eine große Auswahl an Schmuck, Diamanten, Edelsteinen, Perlen, Uhren und Werkzeugen. Seit dem 16. September läuft bereits die Steinmesse auf dem Messegelände am Hongkonger Flughafen, seit Mittwoch sind auch die Schmuckaussteller auf dem Messegelände in der Innenstadt anwesend.

Die politischen Diskussionen um Hongkong hätten in diesem Jahr bereits in den Wochen vor der Messe für Unsicherheit unter potenziellen Ausstellern und Besuchern gesorgt, berichtet der Verband. Eine positive Erwartungshaltung unter den Teilnehmern habe nicht so recht aufkommen können. Umso positiver startete die Messe, sagt Hauptgeschäftsführer Guido Grohmann.

Die Aussteller konnten ohne größere Probleme anreisen, ihre Waren zu den Messegeländen transportieren und die ersten Besucher an ihren Ständen in Empfang nehmen. Auch wenn die Besucherzahl zu Beginn der Messe ein wenig geringer ausfiel als in den Vorjahren, seien die Befürchtungen von leeren Fluren und schlechter Stimmung in den ersten Tagen ausgeblieben. „Die Qualität der Besucher scheint gut zu sein und so sind die meisten Teilnehmer inzwischen entspannt“, so Grohmann.

Die meisten deutschen Teilnehmer kommen aus Pforzheim und der Region sowie aus Idar-Oberstein. Viele von ihnen stellen in einem der beiden Deutschen Pavillons aus, die bereits seit Jahren vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert und von den Bundesverbänden für Schmuck und Uhren (Pforzheim), dem über 170 vorwiegend mittelständische Unternehmen angehören, sowie dem Bundesverband der Edelstein- und Diamantindustrie (Idar-Oberstein) betreut werden.

Der Deutsche Pavillon erhielt in diesem Jahr eine Reihe von offiziellen Besuchen aus der deutschen Politik: Dorothea Schütz, Ministerialdirigentin für Entwicklungs- und Messepolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hätte sich von der mittelständischen Schmuckindustrie, ihren Produkten und dem Engagement der anwesenden Unternehmensvertreter begeistert gezeigt, berichtet Grohmann.

Zudem besuchte der deutsche Generalkonsul von Hongkong und Macau, Dieter Lamlé, die Schmuckhersteller am deutschen Gemeinschaftsstand und informierte sich über die Industrie.

Die September Hong Kong Jewellery & Gem Fair läuft noch bis Sonntag.