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Bleibt Chef des Aufsichtsrates der Porsche SE: Wolfgang Porsche. Foto: Murat
Bleibt Chef des Aufsichtsrates der Porsche SE: Wolfgang Porsche. Foto: Murat
16.05.2018

Hauptversammlung ohne Autos: Generationswechsel bei Porsche

Stuttgart. Bei der VW-Dachgesellschaft Porsche SE treiben die Eigentümerfamilien Porsche und Piëch den Generationswechsel voran. Aus Kostengründen hat die Holding in diesem Jahr auf eine Fahrzeugausstellung bei der Hauptversammlung in Stuttgart verzichtet.

Im Aufsichtsrat des Konzerns wird die mittlerweile vierte Generation der Familie künftig mit vier Mitgliedern vertreten und damit deutlich einflussreicher sein. Das hat die Hauptversammlung gestern in Stuttgart beschlossen.

Bisher saß mit Ferdinand Oliver Porsche nur ein Vertreter der vierten Generation in dem Gremium. Nun kommen seine Verwandten Peter Daniell Porsche, Josef Michael Ahorner und Stefan Piëch sowie einige Externe hinzu. Der Aufsichtsrat hat zudem künftig nicht mehr sechs, sondern zehn Sitze. Vorsitzender ist Wolfgang Porsche (75), neben Hans Michel Piëch (76) einer von jetzt noch zwei Vertretern der dritten Familiengeneration. Hans-Peter Porsche (77) legte seinen Posten nieder.

Bei der Hauptversammlung können die Familien ganz allein Beschlüsse fassen, weil nur sie dort ein Stimmrecht haben – die übrigen Aktionäre nicht. Die Porsche SE (PSE) hält gut 52 Prozent der Volkswagen-Anteile, ist damit größter VW-Aktionär und übt einen entsprechend großen Einfluss auf die Wolfsburger aus. Die Aktionäre kritisierten heftig den Kurs des Konzerns. „Wo ist denn die Vision?“, fragte Daniel Jenderek von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW).