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Bürgermeister Heiko Genthner (von links), Landrat Bastian Rosenau, Paz Martinez und Marco Frey, Jochen Enke (Wirtschaftsbeauftragter Enzkreis) und Frank Schmidtmeier (Jobcenter). Foto: Faulhaber
Bürgermeister Heiko Genthner (von links), Landrat Bastian Rosenau, Paz Martinez und Marco Frey, Jochen Enke (Wirtschaftsbeauftragter Enzkreis) und Frank Schmidtmeier (Jobcenter). Foto: Faulhaber
Sonderedition von Otto Hutt zum Goldstadt-Jubiläum. Foto: Faulhaber
Sonderedition von Otto Hutt zum Goldstadt-Jubiläum. Foto: Faulhaber
05.12.2018

Huber aus Königsbach-Stein: Federführend bei Schreibgeräten

Königsbach-Stein. Zum Goldstadtjubiläum gab’s eine limitierte Sonderedition „250 Jahre Goldstadt“, der Enzkreis und die Gemeinde Königsbach-Stein nutzen die Produkte des Unternehmens Huber beziehunsgweise Otto Hutt als besondere Geschenke, und selbst Königin Elizabeth II. hat anlässlich ihres Kronjubiläums mit einem Schreibgerät aus Königsbach Schriftstücke signiert. Rund um den Globus sind die hochwertigen Produkte meisterlicher Handwerkskunst gefragt, die im Königsbacher Familienunternehmen Robert E. Huber, beziehungsweise bei Otto Hutt gefertigt werden.

Im Rahmen seiner Firmenbesuche im Enzkreis besichtigte Landrat Bastian Rosenau das Unternehmen Härter in Stein und die Firma Huber in Königsbach und zeigte sich beeindruckt von beiden. Begleitet von Bürgermeister Heiko Genthner, dem Wirtschaftsbeauftragten des Enzkreises, Jochen Enke, sowie Frank Schmidtmeier vom Jobcenter erfuhr der Landrat von Geschäftsführer Marco Frey Informatives über die Geschichte des Hauses Huber und bekam bei einem Rundgang durch die Betriebsgebäude der rund 5500 Quadratmeter umfassenden Fertigungsfläche Einblicke in die Herstellung der hochwertigen Schreibgeräte.

20 Tonnen Silber verarbeitet

Arbeitsgänge wie Oberflächenbearbeitung, Schleifen, Guillochieren, Prägen oder Lasern, bis hin zu unterschiedlichen Ausführungen der Oberflächenbeschichtung, die in einer hochmodernen Galvanik-Anlage ebenfalls im eigenen Hause erfolgt. Und so können rund 150 bis 200 Arbeitsgänge notwendig sein, bis eines der hochwertigen Produkte etwa bei Tiffany in New York angeboten werden kann. Auch dafür werden jährlich 20 Tonnen Silber verarbeitet. So kann ein Einzelstück auch schon mal bis zu 20 000 Euro kosten. Im Jahre 1920 gründete Otto Hutt in Pforzheim sein Unternehmen für Taschengebrauchsartikel und edle Schreibgeräte aus Silber, beeinflusst von der Gestaltungsauffassung des Bauhauses, die jetzt auch in Königsbach weiterverfolgt wird. Seit 2006 ist Otto Hutt ein Tochterunternehmen der Robert E. Huber GmbH und steht für Innovation aus Tradition, sowie meisterliche Handwerkskunst Made in Germany.

Die Firma Robert E. Huber wurde am 1. Juni 1937 gegründet. Nach dem Krieg nahm Huber 1947 in der alten Eutinger Brauerei wieder die Produktion auf und zog 1955 in den Neubau Lindenstraße 81, Pforzheim. Die eher handwerkliche Herstellung wich industrieller Fertigung. 1985 übernahmen Betriebswirt Dietmar und Maschinenbauingenieur Werner Frei die Firma und übersiedelten Ende 1988 in den Königsbacher Neubau.

Etliche Erweiterungen folgten samt Aufstockung der Mitarbeiterzahl von 11 auf heute rund 70. Geschäftsführer sind Dietmar Frey und seine Kinder Marco Frey und Nicole Klingel. Während die Robert E. Huber GmbH Schreibgeräte für renommierte Marken herstellt, verkauft Otto Hutt direkt an den Einzelhandel und hat 30 eigene Verkaufsstellen weltweit.