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Symbol foto: Patrick Daxenbichler - stock.adobe.com 

IG Metall Pforzheim sieht mangelnde Corona-Teststrategie

Pforzheim. Luft nach oben: Laut einer Blitzumfrage der IG Metall Pforzheim unter Betriebsräten aus 35 Unternehmen der Metall- und Edelmetallindustrie wird in rund der Hälfte derzeit nicht getestet, teilweise, aber nur sporadisch oder im Verdachtsfall, wie die Gewerkschaft am Donnerstag mitteilt.

Lediglich in 18 Firmen gebe es eine betriebliche Corona-Teststrategie. Nur in zehn Betrieben sei ausgebildetes Personal zur Durchführung der Tests verfügbar. Deshalb sei der prozentuale Anteil der getesteten Personen, die in Präsenz arbeiten, nach Einschätzung der IG Metall zu gering, um das Infektionsgeschehen deutlich zu verringern. Auf dem richtigen Weg sieht die IG Metall die Firmen proHeg in Birkenfeld, WISI in Niefern, Stratek in Königsbach, Witzenmann Speck in Kieselbronn, Mahle in Mühlacker und die Firmen Witzenmann, Zapp und die Schwabengarage in Pforzheim. Dort werde bereits die Mehrheit der Beschäftigten mindestens einmal, teilweise bereits zweimal in der Woche getestet.

„Corona-Schnelltests sind ein zentrales Instrument, um Ausbrüche am Arbeitsplatz frühzeitig zu erkennen oder ganz zu unterbinden. Jetzt ist nicht die Zeit zum Kleckern, wir müssen klotzen um aus dieser brenzligen Situation endlich herauszukommen“, so die erste Bevollmächtigte, Liane Papaioannou.