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Burkhard Thost
Burkhard Thost
09.10.2015

IHK-Präsident Thost: Regionale Wirtschaft legt Verschnaufpause ein

Das noch im Frühsommer bestehende Stimmungshoch bei den Unternehmen aus der Region Nordschwarzwald ist einer gewissen Ernüchterung gewichen. Dies ergab die Konjunkturbefragung zum Herbst diesen Jahres, die die Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald bei 310 regionalen Unternehmen durchgeführt hat.

Während im Frühsommer noch eine Mehrheit von 58 Prozent von guten Geschäften berichtet hat, ist dieser Anteil auf nunmehr 49 Prozent zurückgegangen, was dem Landesdurchschnitt entspricht.

Die Hälfte der befragten Firmen (Frühsommer 2015: 40 Prozent) bewertet ihre Geschäftslage mit befriedigend. Positiv fällt jedoch auf, dass sich auch der Anteil derer, die mit einer schlechten Geschäftslage zu kämpfen haben, auf ein Prozent verringert hat (Frühsommer: zwei Prozent).

„Ausgehend von dem hohen konjunkturellen Niveau, von dem unsere Firmen in der letzten Zeit profitieren konnten, ist es verständlich, dass auch eine Verschnaufpause eingelegt werden muss“, kommentiert Burkhard Thost, Präsident der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald, das Befragungsergebnis.

Demgegenüber freut sich die Wirtschaft in der Region über eine weiterhin zufriedenstellende Ertragssituation. 40 Prozent bewerten sie mit gut, weitere 53 Prozent noch mit befriedigend. Auch die Umsätze bewegen sich nach wie vor auf hohem Niveau. 41 Prozent verzeichneten in den vergangenen vier Monaten höhere Umsätze gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum.

Der Anteil der regionalen Firmen mit prall gefüllten Auftragsbüchern ist im Vergleich zur vorherigen Befragung von 34 auf 28 Prozent zurückgegangen. Mit 61 Prozent sind die Bestellungen jedoch bei einem Großteil der Unternehmen stabil.

In der verarbeitenden Industrie werden die laufenden Geschäfte nicht mehr so positiv eingeschätzt wie bei der Befragung im Frühsommer, obwohl sich die Umsätze nicht verschlechtert haben und die Kapazitäten mit 85 Prozent weiterhin gut ausgelastet sind.

Überdurchschnittlich positiv wird die aktuelle Geschäftslage bei den Produzenten von Investitionsgütern beurteilt.

Im Maschinenbau der Region laufen die Geschäfte weiterhin rund. In den vergangenen vier Monaten sind die Umsätze gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum mehrheitlich gestiegen, die meisten Firmen berichten von einer guten Ertragslage. Bremswirkung habe jedoch der Fachkräftemangel. Die Einschätzung der aktuellen Geschäfte fällt bei den regionalen Schmuckunternehmen positiver aus als noch im Frühsommer, liegt aber weiterhin unter dem regionalen Durchschnitt. Nahezu drei Viertel bezeichnen ihre Geschäfte als befriedigend.