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Per Knopfdruck steuert Matthias Zeh dide gesamte Gebäudetechnik. Foto: Warzecha
Per Knopfdruck steuert Matthias Zeh dide gesamte Gebäudetechnik. Foto: Warzecha
30.09.2016

Ideen für das intelligente Heim: Zehn Jahre ib company

Pforzheim. Elektrotechnikermeister Matthias Zeh hat vor zehn Jahren die ib company GmbH in Pforzheim gegründet.

Der Begriff „Smart Home“ bedeutet ins Deutsche übersetzt „Intelligentes Zuhause.“ Gemeint ist damit die elektronische Vernetzung des gesamten Wohnbereichs, zum Beispiel in Küche, Wohn- oder Schlafzimmer. So kann die Geschirrspül- oder Waschmaschine zum Beispiel quasi via Handy bedient werden. Einer, der sich diesen technologischen Trend zu Nutze gemacht hat, ist der 34 Jahre alte Unternehmer und Elektrotechnikermeister Matthias Zeh. Im Januar 2006 hat er die ib company GmbH, mit Sitz in der Pforzheimer Hohenzollernstraße, gegründet. Als Ausgründung hervorgegangen ist sie aus der bereits 2003 gegründeten Eliko GmbH Co. KG, einem klassischen Handwerks-Elektrounternehmen. Dessen Schwerpunkt liegt zu 50 Prozent auf Smart Home Services.

Das Unternehmen stellt seinen Kunden einfach und intuitiv bedienbare Bedienstrukturen im Gebäude zur Verfügung. Zu den Privat-Kunden zählen Fußballstars wie solche von Real Madrid oder die oberen Zehntausend der Gesellschaft (vor allem aus der Schweiz). Zusätzlich dazu wendete das Unternehmen aber sehr viel Energie dafür auf, ein System für den Normalverdiener zu entwickeln. Die ersten Anlagen wurden bereits ausgeliefert. Sie alle können dank dem für sie bereitgestellten Service, gesteuert über eine mit Knöpfen versehene Fernbedienung, Musik in verschiedenen Räumen anhören, Fernsehen oder die Beleuchtung in den einzelnen Räumen steuern. Auf Wunsch kann das Fernsehbild sozusagen mit dem Kunden durchs Haus wandern. Einen Film, den der Kunde im Wohnzimmer begonnen hat, anzuschauen, kann er bei Bedarf im Schlafzimmer zu Ende sehen. Die Vernetzung erstreckt sich dabei auf alle im Haushalt vorhandenen Geräte. Jedoch sind die auch ohne die Steuerzentrale voll funktionsfähig. Aber nicht nur Privatkunden kommen bei Matthias Zeh und seinen Mitarbeitern auf ihre Kosten.

Bei Firmenkunden, die die zweite Säule des Unternehmens, der Bereich Professional, ansprechen soll, geht es um Gebäudetechnik im Sinne der Vernetzung aller gebäudetechnischen Anlagen. „Technische Anlagen wie z.B. Lüftungsanlagen unterschiedlicher Hersteller und die Bedienphilosophie werden in einer Leittechnik zusammen gefasst und damit sehr leicht bedienbar“, fasst der Unternehmer den Vorgang zusammen. Ein Beispiel für einen solchen Großauftrag im genannten Firmensegment ist die Vernetzung der gebäudetechnischen Anlagen im Pforzheimer Rathaus.

Zeh kümmert sich dabei aber nicht nur um die Vernetzung der Stadt, sondern auch um den wissenschaftlichen Nachwuchs. Deswegen engagiert er sich in der Medien-/IT-Initiative Pforzheim – einerseits, um Studenten der Hochschule in Pforzheim zu halten und für Pforzheim zu begeistern. Zweiter Motivationspunkt ist das langfristige Thema des Fachkräftemangels in Deutschland und eben auch in Pforzheim. Eben deshalb sollen junge Fachleute und junge Menschen für IT begeistert und der IT-Standort Pforzheim deutschlandweit bekannter gemacht werden.

Auch gegenüber der Konkurrenz behauptet sich der Unternehmer aufgrund seiner ausgeprägten Erfahrung im Bereich Smart Home und definiert darüber sein Alleinstellungsmerkmal. Denn: „Es gibt wenig Firmen, die sich seit mehr als 10 Jahren mit der Smart Home-Technik auseinander setzen“, sagt der Unternehmer stolz. Und ergänzt: „Früher sagten alle, das sei zu teuer und das brauche kein Mensch. Heute rennen uns die Kunden die Bude ein.“ Ein technisches Problem, das, die größtmöglichste Vernetzung zu erreichen, sieht der Unternehmer dank der Entwicklung einer Methode zur frühzeitigen Abstimmung der Funktionsweisen der einzelnen Komponenten als gelöst an. Was aber geschieht mit den persönlichen Daten, die im Falle des Smart Home Services zusätzlich zum Stromverbrauch an die Stromanbieter übermittelt werden? „Man kann das so gestalten, dass die Daten bei einem im Hause bleiben und man trotzdem alle technischen Vorteile genießt. Deshalb ist es aber auch wichtig, dass man zum systemneutralen Fachmann geht und nicht die Cloud basierten Systeme der großen „Datekraken“ wie Apple, Facebook und Co. verwendet, die solche Daten sammeln. Genau deshalb sind wir als Fachfirma ja auch so wichtig.“ Auch im Falle dessen, wenn die Technik einmal komplett streikt oder einzelne Komponenten ausfallen, hat der Unternehmer eine Lösung parat:

„Die technischen Vorteile überwiegen in der Regel und die Systeme werden so ausgelegt, dass es eine Rückfallebene gibt. Der Vorteil dieser Rückmeldung liegt allgemein bei der Smart Home-Technik ja darin, dass einzelne Komponenten Störungen bekannt geben, es also auffangen, wenn eine einzelne Komponente ausfällt.“ Alles in allem also ein innovativer, intuitiver und integrativer Ansatz.

ib-company.de