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„Illingen hat’s“ – ein modellhaftes Internet-Projekt. Darüber freuen sich (von links) Klaus Schäfer, Gerlinde Linzner, Rudolf Krauth, Johann Sturm, Martin Keppler, Brigitte Grausam, Martin Schmid und Hubert Spannagel.
„Illingen hat’s“ – ein modellhaftes Internet-Projekt. Darüber freuen sich (von links) Klaus Schäfer, Gerlinde Linzner, Rudolf Krauth, Johann Sturm, Martin Keppler, Brigitte Grausam, Martin Schmid und Hubert Spannagel.
08.10.2015

Illingen landesweit beispielhaft

Im Internet Bestellungen aufgeben, die Abholung klären oder sich gar die Waren nach Hause bringen lassen – und das alles im eigenen kleinen Ort. Was sich wie Zukunftsmusik anhört, soll noch in diesem Jahr in Illingen wahr werden. Davon ist jedenfalls Brigitte Grausam überzeugt, die Vorsitzende des Gewerbevereins Illingen. Deshalb hat sie, zusammen mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nordschwarzwald, dem Landesverband des Bundes der Selbstständigen (BdS) und dem Pforzheimer Unternehmen Equitania Software ein Modellprojekt entwickelt, das zunächst auf fünf Jahre angelegt ist.

Die Kosten betragen jährlich 100 000 Euro, an denen sich nicht nur die örtlichen Unternehmen beteiligen. Auch die Gemeinde soll mit ins Boot geholt werden, ebenso wie Sponsoren, das Land Baden-Württemberg und die IHK.

„Wir sind mit einem guten vierstelligen Betrag dabei“, verriet IHK-Hauptgeschäftsführer Martin Keppler. In den Räumen der IHK informierten gestern die Illinger Gewerbevereins-Vorstandsmitglieder Brigitte Grausam, Gerlinde Linzner und Rudolf Krauth, Bürgermeister-Stellvertreter Johann Sturm, BdS-Landesvertreter Klaus Schäfer, Equitania-Sprecher Martin Schmid und eben die IHK über das in nur wenigen Monaten umgesetzte Vorhaben.

„Das ist ein absolutes Pilotprojekt in Baden-Württemberg in dieser modularen Art und Weise, das auch für mittelständische und kleine Betriebe geeignet ist“, freute sich IHK-Handelsexperte Hubert Spannagel. Wie Martin Schmid sagte, sind seit Freischalten der Internet-Seite im Juli bereits über 40 Illinger Firmen in dem Portal vertreten: „Die ersten fünf haben bereits ein eigenes Shop-System entwickelt. Ständig werden es mehr.“ Laut BdS-Vertreter Klaus Schäfer wird es einen „Kümmerer“ geben, der das Projekt betreut. Er selbst wollte noch gestern Abend mit Landeswirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) über eine Landesförderung sprechen. „Einige Gemeinderäte sind auch Gewerbetreibende. Deshalb stehen die Chancen auf einen kommunalen Zuschuss nicht schlecht“, prognostizierte der stellvertretende Bürgermeister Johann Sturm.

Begeistert ist IHK-Hauptgeschäftsführer Martin Keppler: „Diese visionäre Strategie kann identitätsstiftend sein. Die Illinger Identität war aber schon immer da. Das Projekt kann Impulse in die Region geben und wird zur Nachahmung empfohlen.“