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Treue Inhorgenta-Aussteller sind Ulrike und Herbert Brenk von der Schmuckfirma Emil Brenk. Foto: Ketterl
Trauringe stehen im Fokus der Inhorgenta in München. Bei Gerstner aus Pforzheim lassen sich Lenka Kuparowitzova und Marketa Ostra von Eberhard Auerbach Fröhling die neuen Kreationen zeigen. Foto: Ketterl
12.02.2016

Inhorgenta-Messestart mit Zuversicht - 80 Aussteller aus der Region

Der gefühlte Wert eines Schmuckstücks oder einer Uhr ist wichtiger als das Preisschild – das hat Stephan Lindner, Präsident des Bundesverbands der Juweliere, Schmuck- und Uhrenfachgeschäfte, zur Eröffnung der Fachmesse Inhorgenta in München deutlich gemacht. Noch bis zum Montag zeigen dort 940 Aussteller aus 40 Ländern ihre neuen Produkte für Schmuckträger und Uhrenliebhaber. Das sind rund 100 weniger als 2015, wie Messechef Klaus Dittrich einräumte. Dennoch ist die Branche zuversichtlich, was die Erwartungen für das neue Geschäftsjahr angeht.

Bildergalerie: Inhorgenta in München: 80 Aussteller aus Pforzheim und der Region

Heute gibt es mehr Informationen zum Schmuckjubiläum in Pforzheim.
80 Unternehmen aus Pforzheim und dem Enzkreis sind als Aussteller auf der Inhorgenta vertreten, zu der 25.000 Fachbesucher erwartete werden. Modenschauen mit Topmodels sollen zusätzlich Interesse wecken.

Juwelier-Chef Lindner berichtete von einem Umsatzplus im Jahr 2015 von zwei Prozent auf 4,74 Milliarden Euro (Endverbraucherpreise inklusive Mehrwertsteuer). Die Deutschen seien weiterhin bereit, für hochwertige Produkte tief in die Tasche zu greifen. Davon profitiert auch die deutsche Schmuck- und Uhrenindustrie, die ebenfalls ein deutliches Umsatzplus verzeichnete. Allein die Schmuckhersteller mit über 50 Beschäftigten, die vom Bundesamt für Statistik erfasst werden, erwirtschafteten 335 Millionen Euro (plus elf Prozent).

„Die Kleinen sind die eigentlich Großen“, ergänzte Ina Zeiher-Zimmermann vom Bundesverband Schmuck und Uhren mit Sitz in Pforzheim. Denn 60 Prozent der Mitgliedsunternehmen beschäftigten weniger als 20 Mitarbeiter und würden in der Statistik eben nicht erfasst. Um die Lust an Schmuck anzukurbeln, hat die Messe München einiges getan, was die Konzeption der Inhorgenta angeht. Beispielsweise in der hochwertig gestalteten Halle B1 Fine Jewelry können die Besucher die exklusive Welt der Trauringe erleben. Pforzheimer Manufakturen wie Fischer Trauringe, August Gerstner, Kühnel und Rauschmayer sind vertreten.

Unterdessen befindet sich die Uhrenbranche in einem Spannungsfeld zwischen großen Marken, Hightech und traditioneller Handwerkskunst sowie inflationären Plagiaten. Die Pforzheimer Uhrenfirma Aristo behauptet sich mit einem Mix aus nostalgischen Fliegeruhren, sportlichen Zeitmessern und der Eigenmarke Aristo. Bruno Söhnle aus Wurmberg hat eine Fertigung in Glashütte aufgebaut und präsentiert auf der Inhorgenta die Modelllinie „Stuttgart“, die eine Symbiose zwischen schwäbischer und sächsischer Uhrmacherkunst darstellt, um einige Beispiele zu nennen.