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Unterstützen die Fachkräfte-Allianz (von links): Michael Gradwohl und Nadine  Kaiser (WFG) sowie Katharina Kindler und Reiner Müller (WSP).
Unterstützen die Fachkräfte-Allianz (von links): Michael Gradwohl und Nadine Kaiser (WFG) sowie Katharina Kindler und Reiner Müller (WSP).
18.12.2015

Initiative mit der Mission: Fachkräfte für Nordschwarzwald begeistern

Pforzheim. Wie bekommt eine berufliche Wiedereinsteigerin nach ihrer Familienauszeit wieder einen Job in ihrem erlernten Beruf? Wo finden Hochschulabsolventen einen attraktiven Arbeitgeber in der Region? Was können ältere Arbeitssuchende mit bester Qualifikation unternehmen, um eine Anstellung zu erhalten? An wen können sich auswärtige Fachkräfte wenden, die im Nordschwarzwald beruflich Fuß fassen wollen? Das sind nur einige der Themen, mit denen sich die Fachkräfte-Allianz Pforzheim Nordschwarzwald befasst.

Sie fungiert als Koordinierungsstelle für verschiedene Akteure der Region. Betrieben wird die Fachkräfte-Allianz von der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald GmbH (WFG) und dem Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP). Fördermittel kommen vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft des Landes Baden-Württemberg.

2013 gegründet, üben hier inzwischen rund 20 Partner engen Schulterschluss. Unter anderem sind dies Arbeitsagentur, IHK und Handwerkskammer, Hochschule Pforzheim und verschiedene Jobcenter, die Landkreise Enzkreis und Freudenstadt sowie der DGB Nordbaden, die IG Metall, der WSP und die WFG , außerdem das Pforzheimer Industrieunternehmen Witzenmann GmbH – um nur einige zu nennen. Weitere Partner seien erwünscht. Denn: „Es ist wichtig, dass Unternehmen, wirtschaftsnahe Institutionen und Kommunen in der Wirtschaftsregion Nordschwarzwald die Rahmenbedingungen schaffen, um für Fachkräfte sowohl als Arbeitgeber wie auch als Arbeits- und Wohnort interessant zu sein“, machen Reiner Müller, Pforzheimer Wirtschaftsförderer (WSP), und Nadine Kaiser, Geschäftsführerin der regionalen Wirtschaftsförderung (WFG) in einer gemeinsamen Erklärung deutlich.

Wie soll dieser Anspruch erreicht werden? „Die Allianzpartner haben vereinbart, ihre Fachkräfteaktivitäten abzustimmen, um Kräfte und Wissen zu bündeln sowie die Transparenz des regionalen Arbeitsmarktes zu erhöhen“, heißt es in der Zielsetzung der Initiative. Es gehe darum, durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass den in der Region ansässigen Unternehmen dauerhaft Fachkräfte in ausreichendem Maße zur Verfügung stünden.

Unterdessen ist die Ausgangslage bedrohlich: Durch die demografische Entwicklung fehlen der Wirtschaft zunehmend gut ausgebildete Beschäftigte. Zwar sprechen einige wenige Arbeitsmarktexperten lediglich von einem Mangel in ein paar Branchen. Dagegen beschwören Fachleute der Region Nordschwarzwald bereits einen gravierenden Fachkräfteengpass – aktuell und auf mittelfristige Sicht. Die Folgen seien schon jetzt sichtbar: Einerseits werben sich verschiedene Unternehmen längst gegenseitig die guten Mitarbeiter ab. Andererseits stehen die Regionen untereinander in einem harten Wettbewerb, um die besten Köpfe an ihre Standorte zu holen.

Welche Aktivitäten gab es bisher von den Akteuren? Angefangen vom Career Walk auf Messen für Pforzheimer Studierende über das Fachforum Wissensregion, den runden Tisch „Fachkräfte aus Spanien“ und die Frauenwirtschaftstage bis hin zur Wanderausstellung „Erfolgreiche Unternehmerinnen in der Region“ reicht die Palette.

Welche Maßnahmen sind im neuen Jahr geplant? Unter anderem die Auftaktveranstaltung des Arbeitskreises „Qualifizierung Aus- und Weiterbildung“, Career Walks auf den Messen in Hannover, Basel, Stuttgart und Pforzheim sowie Werbung um zukünftige Fachkräfte und Studierende für die Region auf diversen Karrieremessen.

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